Bei lebendigem Leib zerlegt

Tierschutz im Grundgesetz, eine Farce!

Von der Würde der Tiere

Von Dirk C. Fleck.

„Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt“.
Christian Morgenstern (1871 – 1914)

Der Aufsatz von Dirk C. Fleck

Ein schönes Bild, könnte man meinen! Was Millionen von ihnen widerfährt, beschreibt die NGO Change.org im nachfolgenden Text. Foto: Change.org

Grausamer Alltag in deutschen Schlachthäusern; die Bundesregierung stellt sich taub

Eigentlich bin ich selbst schuld daran, mir regelmäßig die Schreckensmeldungen via Newsletter der NGOs Tierschutz ins Haus zu holen.
Nach dem letzten Blogbeitrag schon wieder eine Horrornachricht, die mir heute Change. org per E-Mail übermittelt hat.

Es bedarf nicht meiner Kommentierung; die nachfolgend wiedergegebene Nachricht stellt klar, was nicht sein darf und trotzdem im schlimmen Alltag der Schlachthäusern geschieht. Change.org schrieb:

„Hallo Egon,
Panik spricht aus ihren Augen, der ganze Körper wird von Muskelkrämpfen erschüttert, sie stemmen sich mit letzter Kraft gegen den nahenden Tod.
Wer Bilder von Rindern oder anderen Tieren gesehen hat, die unter fehlerhafter Betäubung geschlachtet werden, wird diese nicht mehr so schnell los.
Der Skandal: Hierbei handelt es sich um keine Einzelfälle, sondern um systematische Tierquälerei.
Sogar die Bundesregierung räumt ein: Die Fehlbetäubungsrate bei Rindern liegt bei vier bis über neun Prozent. Bei etwa zwölf Millionen in Deutschland geschlachteten Rindern pro Jahr betrifft das bis zu eine Million Tiere. Im schlimmsten Fall bedeutet dies, dass die Rinder bei vollem Bewusstsein miterleben, wie sie zerlegt oder verbrüht werden.

Die Tierrechtsaktivistin Daniela Böhm wollte dieser Tierquälerei nicht mehr schweigend zusehen und startete eine Petition auf Change.org. Über 100.000 Menschen unterstützen sie inzwischen und fordern die Bundesregierung auf: Deutsche Schlachthäuser müssen videoüberwacht werden. So könnte verhindert werden, dass die Tiere mit zusätzlichen Qualen sterben.

Erst kürzlich gelang es der Change.org-Gemeinschaft dadurch, die tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen, Renate Künast *), mit an Bord zu holen. Ein erster Etappensieg, aber der Weg ist noch lang. Denn: Die Bundesregierung stellt sich taub. Unser Kampagnenteam arbeitet Tag für Tag daran, Kampagnen für die Tiere zu stärken. Damit uns unterwegs nicht die Puste ausgeht, sind wir dringend auf Ihre Unterstützung angewiesen. Schon ein kleiner Betrag hat große Wirkung. Was ist Ihnen der Schutz der Tiere wert?
Herzlichen Dank für Ihr Engagement,
Nora Circosta
und das gesamte Team von Change.org e.V.“
Zur Frage: Was ist Ihnen der Schutz der Tiere wert? – bittet die Organisation um Unterstützung in finanzieller Form durch eine Spende. Näheres hier. 
*) Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) war von 2001 bis 2005 Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.
Seit 2002 steht der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz. In Artikel 20a GG, in dem die natürlichen Lebensgrundlagen geschützt sind, heißt es: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“
Heiße Luft in leeren Hülsen. Statt Agenda 2010 hätte Rot/Grün während ihrer Regierungszeit dem Tierschutz die wirkungsvolle Basis schaffen sollen.
Ré­su­mé: Versagen ohne Ende bis heute!
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1 Antwort zu Bei lebendigem Leib zerlegt

  1. Alfons Maximini sagt:

    Wir werden jeden Tag von banalen, belanglosen und Sendungen ohne Niveau, Filmchen von Friede, Freude Eierkuchen, von Liebe und Trennung auch im öffentlichen Fernsehen zugemüllt, dass sich nur wenige Konsumenten über das Elend der Tiere, die geduldeten verbrecherischen Methoden der Schlacht- und Aufzugsindustrie, die unmenschlichen Transporte der Tiere in ferne meist islamischen Ländern und deren grausamen Schächtungsrituale interessieren. Die wenigen Berichte mit schlimmen Bildern (heimlich gefilmt) werden zumeist in den dritten Programmen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens zu sehr später Stunde gezeigt, damit sich ja kein Protest erhebt. Wenn diese Dokumentationen zur besten Sendezeit gezeigt würden, würden die politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen in die Wüste geschickt. Und die politische Klasse müsste abdanken. Zurecht. Aber es ist leider so schön die heile Welt vorzuziehen. Man muss kein Vegetarier oder Veganer sein um dieser Massentierquälerei massiv Einhalt zu gebieten. Der Aufschrei kommt mit der Information und zwar nicht wenn der Deutsche Michel bereits die erste Traumphase erreicht hat.

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