Die Vierte Gewalt und ihre Wirkung – Lügenpresse ist kein Phantom

Manipulation dient der Vierten Gewalt als Mittel der Macht

Als „Sturmgeschütz der Demokratie“ hat Götz Wiedenroth seine Karikatur bezeichnet und stellt in herausragender Art und Weise die „Vierte Gewalt“ dar; es ist die mächtige und gefährliche Schlange, die in gefräßiger Weise die Ausdünstungen und Absonderungen aus dem Regierungs-Auspuff zu schlürfen scheint. Die Vierte Gewalt kümmert sich eigentlich um alles in der Welt, was Aufmerksamkeit erregt und heutzutage vermarktet werden kann; ganz gleich ob wahr, halbwahr oder unwahr. Als Kontrollinstanz über die drei Staatsgewalten im demokratischen Gebilde prägt sie jedoch die Auswirkungen des  politischen Alltags in unserem Land.

Schlange oder Krake – Symbolisch trifft die Karikatur das Wesen der sogenannten „Vierten Gewalt“ in unserem Gemeinwesen. Wahrheit und Unwahrheit, gepaart mit Gut und Böse sind die täglichen fast kaum zu unterscheidenden Subjekte. Karikatur: Mit freundlicher Gestattung von Götz Wiedenroth, Karikaturist

Albrecht Müller und seine Nachdenkseiten sind der deutschlandweit populärste Weblog zum kritischen Betrachten des Zeitgeschehens. Die  NachDenkSeiten.de  mit dem Untertitel Die kritische Website, hinterfragen und kommentieren argwöhnisch die wichtigsten politischen und gesellschaftlichen Themen unserer Tage.

Nichts ist einfacher, als die tägliche Flut der Nachrichten, ob aus Printmedien, Rundfunk und Fernsehen sowie weiterer Nachrichtenportale über uns ergehen zu lassen um zu glauben, was sie uns vorsetzen. Kaum jemand kann sich ihren Wirkungen entziehen. Die Medien sind nun mal die virtuelle Vierte Gewalt im Staat, die durch ihre Berichterstattungen die öffentliche Diskussion und letztendlich das politische Geschehen beeinflusst.

Die Vierte Gewalt
Die neben Exekutive, Legislative und Judikative als Vierte Gewalt im Staat bezeichnete „Macht“ besitzt zwar keine eigene Gewalt zur Änderung der Politik oder zur Ahndung von Machtmissbrauch, aber in überragender Weise Wirkungseinfluss durch Manipulation. Letztere bedeutet die Handhabung und Lenkung von Informationen in bestimmte Richtungen und somit die gezielte und verdeckte Einflussnahme; wobei die Wahrheit je nach Zielrichtung der Nachricht verborgen, verschwiegen oder unscharf gemacht wird.
Dagegen hilft dann nur noch: Lesen von Gegenliteratur im Sinne von echter Aufklärung.

Dem Missbrauch der an sich positiv zu bewertenden Vierten Gewalt entgegen zu wirken, ist das Ziel von Albrecht Müllers neuem Buch „Glaube wenig – Hinterfrage alles – Denke selbst – Wie man Manipulationen durchschaut“.

Die Frankfurter Rundschau (FR) schrieb am 02.11.2015 über die Bedeutung als auch über die beabsichtigte Wirkung der Nachdenkseiten (NDS):

„Zwei gestandene, einst einflussreiche Sozialdemokraten gründeten 2003 das Weblog „Nachdenkseitenseiten“, um gegen den neoliberalen Zeitgeist und die Agenda-Politik der Schröder-SPD anzuschreiben: Albrecht Müller (77), unter den Brandt und Schmidt Planungschef im Bundeskanzleramt, sowie Wolfgang Lieb (71), einst Staatssekretär im NRW-Wissenschaftsministerium.
Schnell wurden die Nachdenkseiten zur wichtigen Adresse für linke Gewerkschafter, Genossen und Globalisierungskritiker. Sie seien „ein gutes und sehr erfolgreiches Stück linker Gegenöffentlichkeit“, lobte der Publizist Wolfgang Storz (61), Ex-Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, jüngst. Jetzt meldete Müller sogar, er erreiche inzwischen rund 109.000, bisweilen 150.000 Besucher am Tag. Damit läge das Blog auf Augenhöhe mit vielen Regionalzeitungswebsites.“ 

Ich könnte es hier in meinem Blog zu den positiven Aspekten des FR-Berichtes belassen, eröffne aber mit dem Link die kritische Auseinandersetzung der Zeitung mit Albrecht Müller . Schließlich gehört auch die FR zu dem Medienpool, dem die NachDenSeiten erforderlichenfalls auf die Füße treten.

 

Von Anfang an sind Müllers Nachdenkseiten dem eher links-liberalen Spektrum der Bevölkerung gewidmet. Somit darf es fast als normal angesehen werden, wenn nach und nach rechte und konservative Medien die Korrektheit der Nachdenkseiten ins Visier nehmen und mit den berühmten Verschwörungstheorien in Verbindung bringen wollen, zu mal die täglichen Besucherzahlen der NDS mittlerweile die 200.000 erreichen.

Abschließend zu diesem Blogbeitrag ein paar Sätze aus dem Klappentext des Buches:
„Es ist an der Zeit, skeptischer zu werden, nur noch wenig glauben und alles hinterfragen. Es ist Zeit, wieder selbst zu denken.
[…] das las man früher (und heute) besser auf den Nachdenkseiten des unverzichtbaren Albrecht Müller, einst Vordenker von Willy Brandt“.
Frank Schirrmacher in seinem bemerkenswerten Essay:„Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“

Hierzu Wikipedia:
Auseinandersetzung mit der Wirtschaftskrise
In einem für Aufsehen sorgenden Artikel unter dem Titel – Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat – schrieb Schirrmacher im August 2011, dass er als Konservativer anerkennen müsse, dass die gegenwärtige „bürgerliche“ (Anführungszeichen von Schirrmacher) Politik unter anderem zu schlechteren individuellen Lebensmöglichkeiten und größerer Ungleichheit geführt habe und die Linke in ihrer Kritik daran richtig lag. „Die CDU hat ihre an die Finanzmärkte ausgeliehenen immateriellen Werte, ihre Vorstellung vom Individuum und vom Glück des Einzelnen, niemals zurückgefordert. Sie […] hat sich noch nicht einmal über die Verhunzung und Zertrümmerung ihrer Ideale beklagt.“ Die „Fähigkeit zu bürgerlicher Gesellschaftskritik“ müsse wiedererfunden werden. Bezüglich der Finanz- und Schuldenkrise in der EU sieht Schirrmacher ein Zurückdrängen des Primats des Politischen gegenüber dem Interesse der Wirtschaft und er wirft Bankern und führenden Politikern mangelnde Achtung vor europäischen Werten und der Demokratie vor.

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