Drei (vier) neue Sterne am CDU-Himmel

Norbert Röttgen – Friedrich Merz – Armin Laschet mit Jens Span

CDU-Parteivorsitzender wollen alle drei(vier) werden.

  • Röttgen will, wenn er auch noch Kanzler wird, Putin mit Sanktionen zu Syrien-Verhandlungen zwingen. Ihm würde ich deshalb einen Beisitzerposten bei Donald Trump wünschen.
  • Armin Laschet könnte auch Kanzler, wenn er wollte. Ihm würde aber auch ein Botschafterposten beim Vatikan gut anstehen.   
  • Merz will, wie Röttgen, auch unbedingt Kanzler werden. Für ihn würde ich einen Mondflug ohne Rückflugschein mit einer US-Rakete buchen. 

Dr. Norbert Röttgen – 2012 bescherte er der NRW-CDU das mit Abstand schlechteste Ergebnis der Nachkriegsgeschichte. Als Bundesumweltminister wollte er weitermachen; Merkel war anderer Meinung und feuerte ihn. © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0

Neues Spiel, Neues Glück! Muttis Klügster, Norbert Röttgen, gibt so schnell nicht auf. Die zweite Chance zur Erfüllung seines Lebenstraumes, Parteichef der CDU zu werden, ist die letzte Chance, nachdem Annegret-Kramp-Karrenbauer das Handtuch geworfen hat. Dass danach die Kanzlerkandidatur 2021 für ihn die logische Folgerung ist, verfolgt er unbeirrt.  Seine politische Kaltstellung durch die derzeitige Nochkanzlerin hat er mutig weggesteckt. Der Frau, die das damals bewerkstelligte, dürfte das heute, wenn sie es denn will, nochmals gelingen.
Es ist nämlich nicht die normale Parteiendiskussion bei CDU/CSU; Röttgen und März haben sich selbst ernannt.
Röttgen war schon einmal der Hoffnungsträger der CDU. Daran, das zu sein, glaubt er heute noch. Aber schon seine Vermessenheit, als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages Putin verbal zu attackieren, zeigt Ansätze von Größenwahn.
Auch Friedrich Merz darf sich in die Reihe der von Merkel weggedrückten stellen.  

Röttgens Hut liegt neben dem von Friedrich Merz und Armin Laschet in der Ringmitte.  Doch seit seinem abrupten politischen Absturz im Jahr 2012, hat er lange an einer Rückkehr gearbeitet.

Armin Laschet – Seine konservative christliche Grundeinstellung macht den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten gegebenenfalls auch als deutschen Botschafter beim Vatikan sehr tauglich; er kann aber auch bleiben was er ist. Bild: Screenshot ZDF- Was nun?

Letzteres bestätigt er auf die Journalistenfrage, ob er denn auch Kanzler werden wolle mit überzeugendem Brustton: „Ja, der Parteivorsitzende der CDU hat das erste Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur, was die CDU anbelangt und das würde ich genauso für meine Person in Anspruch nehmen, ganz selbstverständlich. Und dann geht es darum, mit der CSU zusammen einen gemeinsamen Unionskandidaten aufzustellen. Das haben wir Jahrzehnte so gemacht und das sollte auch weiter so gelten.“  

Joachim Friedrich Merz will in die Politik in Deutschland zurückkehren und sie aufmischen. 2002 begann sein Abstieg vom CDU-Fraktionsvorsitz; Merkel verwies ihn in die zweite Reihe. 2004 trat er als Fraktionsvize zurück und nahm 2009 ganz Abschied von der Politik; wie man sagt, als Opfer Merkels. Er wäre besser bei seinem „Mittelstandsjob“ bei Blackrock geblieben. Foto: Screenshot ZDF heute journal

Armin Laschet hat sich mit Jens Span für den CDU-Parteivorsitz beworben. Einen Vorteil gegenüber dem „Wünsch ich mir Kanzler-Kandidaten“ Friedrich März hat er als stellvertretender CDU-Parteivorsitzender ohnehin. Obwohl Laschet allgemein unter das Motto des „Weiter so“ gestellt wird, hat er wahrscheinlich die bessere Qualifikation bezüglich „Kontinuität“ gegenüber dem pseudodynamischen Merz, der unaufhörlich von „Aufbruch und Erneuerung“ schwadroniert, aber nicht sagt, wen er aufbrechen und wie erneuern will. 

Laschet will auch nicht am Gitter des Kanzleramtes rütteln und vertraut auf die Zustimmung der christdemokratischen Wählerschaft.  
Es ist bezeichnend, wenn in Umfragen Friedrich Merz bei den Frauen noch unbeliebter ist als Silvio Berlusconi. Woher ich das weiß?

Mein Name ist Micky Beisenherz. In Castrop-Rauxel bin ich Weltstar. Bild: Stern-Online

Micky Beisenherz, für den Stern tätiger Kolumnist, hat den treffenden Ton für die drei (vier) CDU-Nachwuchsfürsten gefunden. Allein schon die Kurzform-Charakterisierung ist es wert, dass man sie lesen sollte. Norbert Röttgen ist der deutsche George Clooney“, Armin Laschet mit Jens Span im Gepäck sind bei ihm „Armin Laschet und Jens Spahn als Power-Couple“ und für den Shotingstar stellt Beisenherz fest, „Friedrich Merz ist bei Frauen unbeliebter als Berlusconi“.

Es wäre jetzt vollkommen vermessen von mir, dem gelungenen  Kandidatenscheck von Micky Beisenherz weiteren Senf hinzuzufügen. Da steht alles drin, was Freude macht! Ich höre hier auf und wünsche viel Spaß bei Beisenherz´Rubrik.  
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