Olaf Scholz, Superheld?

Gehirnwäsche – Springer, Daimler, Heiko Maas u.a. des Establishments huldigen den Vizekanzler an die SPD-Spitze 

Spät, vielleicht nicht zu spät – dieser Blogbeitrag zur SPD-Vorsitzendenwahl.

„Ein Blogger steht als wesentlicher Autor über dem Text, schreibt zumeist in der Ich-Perspektive und integriert seine persönliche Meinung.“
Das soll sich auch in diesem Beitrag wiederfinden. Anlass zum Blogbeitrag ist die am 29. November endende Frist der Stichwahl und die am 6. Dezember stattfindende Wahl der neuen SPD-Spitze im Rahmen des Bundesparteitages in Berlin.

derFreitag
die von Jakob Augstein herausgegebene Wochenzeitung besitzt linksliberales Profil. Charakter und Identität der Wochenzeitung beschreibt Verleger Augstein selbst so: Wir sind eine linke Zeitung. (…) Zwei linke Denktraditionen auf die liberale Gesellschaft sind Gleichberechtigung und Internationalisierung und Gerechtigkeit und Identität. Ich halte es für unsere Aufgabe, über Nähe und Distanz dieser beiden Stränge nachzudenken.“

Karl Marx – Kurzbeschreibung: Karl Marx war ein deutscher Philosoph, Ökonom, Gesellschaftstheoretiker, politischer Journalist, Protagonist der Arbeiterbewegung sowie Kritiker des Kapitalismus und der Religion.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es fängt schon wieder gut an – in der alten SPD. Kevin Kühnert wird mit überwältigender Mehrheit als Juso-Vorsitzender bestätigt und schon ist einer wieder mit Wühlarbeit zu Gange. Ralf Stegner, derzeit  stellvertretender SPD-Vorsitzender, hat die Erklärung von Juso-Chef Kühnert kritisiert, am 6. Dezember für einen Stellvertreterposten im Parteivorstand zu kandidieren. Was könnte der Beweggrund Stegners sein? Angst um den eigenen Posten, falls der Parteitag Kühnert einen der Stellvertreterposten zubilligt und Stegner dadurch eventuell leer ausgeht? Bleibt also nur der 6. Dezember 2019 abtzuwarten.

Der Scholzomat
In diesen trüben Tagen erleben wir eine fast schon mystische Wandlung: die Verwandlung des kalten „Scholzomaten“ in den leidenschaftlichen, an beiden Enden brennenden „truly Sozialdemokraten“, der täglich drei neue Hammerideen in die Welt hinaushaut und den Eindruck erweckt, er sei ein Ausbund an zupackender und mutig vorausschauender Politik.“
Einleitung des unten verlinkten derFreitag-Artikels

Wer’s noch nicht bemerkt hat, sollte genauer hinsehen und hören. Es ist erstaunlich, mit welcher Unverfrorenheit bis hin zu Unverschämtheit deutsche Medien offen oder verdeckt aus dem Gespann Scholz/Geywitz den Vizekanzler für den SPD-Vorsitz als den Besten im Land in Szene setzen.
Norbert Walter-Borjahns und Saskia Esken sind ja auch nicht schlecht, wird fleißig kolportiert; aber Scholz ist ja Vizekanzler mit hohen Referenzen, so der Tenor aus der konservativen Tagespresse.

Wie schön und unterhaltsam die politische Diskussion sein kann, beweisen Jakob Augstein (l.) und Nikolaus Blome zu fast jedem aktuellen Thema. So am 15.11.2019 zu: Harte Zeiten für Männerclubs – Olaf Scholz will den Vereinen ans Leder. Bild: Screenshot Phoenix

 

Olaf Scholz, Superheld
Die Überschrift diese Blogbeitrages entspricht dem ironischen Charakter des aktuellen derFreitag-Artikels von Redakteur Wolfgang Michal. Michals „Gehirnwäsche“ darf nicht als bösartiger Stoff gewertet werden, sondern soll Sozialdemokraten, ins besondere den wahlberechtigten SPD-Mitgliedern, die Stichwahl erleichtern. Die Alternativen Scholz/Geywitz und Walter-Borjahns/Esken stehen im aktuellen derFreitag zur Diskussion.
Es ist eine wahre Freude, zu sehen, was der Wettstreit um den SPD-Vorsitz so alles auszulösen vermag. Fern von Parteipropaganda kann man hier weiterlesen.

Altes Logo des derFreitag von 1990 bis 2009: Die Ost-West-Wochenzeitung

 

 

 

 

 

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