RT-DEUTSCH, von deutschen Leitmedien verketzert

Chefredakteur Ivan Rodionov nervt mit unwiderlegbaren Wahrheiten

Beitragsbild: Johannes Kahrs und Heiko Maas im besonderen Blickpunkt von RT-DEUTSCH

Der russische „Propagandakanal“ ist das rote Tuch für die deutschen Leitmedien. Würde man doch gern in gleicher Weise aussprechen, besser: schreiben, was sehr viele deutsche Konsumenten von Medienerzeugnissen lesen wollen, wenn da nicht die westliche Raison der Verlage und Verlagseigentümer die Linie vorgäben.

Aktuell und zeitlich begrenzt ist der neue Newsletter direkt über folgenden Link mit allen Beiträgen nachzulesen.

Johannes Kahrs – SPD-Spaltpilz zwischen konservativ und progressiv. ist der parteiinterne Widerstand gegen ihn zu groß geworden? Die Bereinigung der Parteilinie könnte ihren Anfang nehmen. Bild: Screenshot ntv.

Glückloser Heiko Maas, als Bundesaußenminister in zu viele Fettnäpfchen getreten. Das Amt als Bundesjutizminister stand dem Juristen besser. Foto: Wikipedia, Author: Dominik Butzmann, (CC BY-SA 2.0)

Der Beitrag von RT-DEUTSCH offenbart wie kein weiteres deutsches Presseorgan Organ das Dilemma der SPD. Standpunkte der SPD-Linken, der Rücktritt des Seeheimers Johannes Kahrs, die Forderung von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich und der Co-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans, Deutschland atombombenfrei zu machen, Außenminister Heiko Maas, der sich nicht von den (deutschen?) Atombomben trennen will, usw.

Die jeweiligen Leitartikel im Newsletter von RT-Deutsch (Der meistgefürchtete Newsletter der Republik erscheint jeden Freitag) sind nur temporär Links einsehbar. Deshalb habe ich nachfolgend den lesenwerten Wortlaut des Newsletter von heute übernommen und veröffentliche ihn hier in meinem Blog. Ivan Rodionov schreibt:

Rolf Mützenich – SPD-Fraktionsvorsitzender im Deutschen Bundestag. Ohne Frage steht er der sozialdemokratischen Philosophie näher als seine jüngsten VorgängerInnen wie z.B. Nahles, Oppermann, Steinmeier, Müntefering. Bild: Screenshot Phönix

„Liebe Leser,

Thank you Melinda and Bill for your leadership and dedication – Danke, Melinda und Bill, für eure Führung und euer Engagement, twitterte Ursula von der Leyen an den Microsoft-Gründer und seine Frau, die Vorsitzende der Gates-Stiftung. Nach der virtuellen Geberkonferenz für die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes überschüttete die EU-Kommissionschefin die beteiligte Prominenz mit pathetischen Danksagungen. Bill Gates, auf den die Definition „Oligarch“ nahtlos passt, spielte eine zentrale Rolle dabei. 7,4 Milliarden Euro seien dabei zusammengekommen, wurde stolz verkündet. Genauer gesagt die Spendenzusagen. Und noch genauer gesagt öffentliche Gelder für eine private Entwicklung. Von diesen hat Margaret Thatcher einst behauptet, es gäbe gar kein öffentliches Geld, es gäbe nur das Geld der Steuerzahler.

Ein Impfstoff gegen das Coronavirus – selbstverständlich eine gute, dringend benötigte Sache. Doch auf den zweiten Blick erscheint es nicht so selbstverständlich. Zum einen drängt sich die Frage auf, wie staatliche Investitionen und private Profitinteressen dabei auseinandergehalten werden. Zum anderen, ob die Corona-Impfung künftig als Pflicht oder als Quasi-Pflicht mit diversen Druckmitteln aus der Werkzeugkiste des staatlichen Apparats durchgesetzt werden soll. Die Nebenwirkungen seien dahingestellt. Und zuletzt noch wie wirksam ein einmal entwickelter Impfstoff das ständig mutierende Virus in Schach halten soll. Eine groß angelegte Meinungskampagne über die Dringlichkeit einer Corona-Impfung wird nicht auf sich warten lassen. Man darf gespannt sein, entlang welcher Linien sie moderiert werden wird. Eines ist mit Sicherheit absehbar: Jede Skepsis und Kritik daran werden als Impfleugnung und Verschwörungstheorie abgebügelt.

Das House of Kahrs ist eingestürzt. Das von Johannes Kahrs, dem schillernden, skandalumwitterten SPD-Politiker. Bekannt für seine Lust an Provokation und Polarisierung. Ihm hing der Ruf eines skrupellosen Machtmenschen an. Einer politischen Karriere-Walze. Umso überraschender war sein Rücktritt von allen Ämtern und der Verzicht auf sein Mandat im Bundestag, in dem er 21 Jahre saß. Offiziell hat Kahrs die Nicht-Nominierung als Wehrbeauftragter der SPD als Grund genannt. Inoffiziell wird ein Telefonstreich des YouTubers Klemens Kilic dahinter vermutet, der die alte Leiche aus dem Keller des Juristen Kahrs ans Licht brachte: sein angeblich ermogeltes Staatsexamen. Weit schmuddeliger könnte aber ein anderer vermutlicher Grund aus seinem Privatlieben sein. Der Hamburger Linken-Politiker Tom Radtke hat in den sozialen Medien gepostet: Kahrs solle aufpassen, sonst „ergeht es ihm wie seinem ehemaligen Fraktionskollegen Edathy“. Radtke kenne die Namen seiner Opfer. Eine unverblümte Anspielung auf mutmaßliche Pädophilie.

Als hätte der SPD die Kahrs-Kontroverse nicht ausgereicht, bricht in der Partei ein Grundsatzstreit aus, der eine Wucht und Tragweite über die Parteigrenzen hinaus hat. Der SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich und der (SPD-) Co-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans haben gefordert, Deutschland atombombenfrei zu machen. Die Rede ist von den geschätzten 20 US-Bomben – die genaue Zahl wird geheim gehalten –, die am Standort Büchel in Rheinland-Pfalz stationiert sind. Die Obama-Regierung wollte sie noch abziehen und verschrotten. Die schwarz-gelbe Koalition hat ihren Abzug sogar im Koalitionsvertrag 2009 festgeschrieben. Alles Geschwätz von gestern. Elf Jahre später, nach dem Ukraine-Putsch und dem anschließenden Bürgerkrieg, nach der weiteren Ostexpansion der NATO, dem Erstarken der Pickelhaube-Fraktion und fortschreitender Dämonisierung Russlands, sind die alten amerikanischen Massenvernichtungswaffen wieder angesagt. Als Abschreckung. Und so alt sind sie nach einer Modernisierung vor einem Jahr auch nicht mehr.

Außenminister Heiko Maas will sich nicht von den Bomben trennen. Ihre Präsenz in Deutschland bringe das sozial-demokratische Ziel einer atomwaffenfreien Welt näher (hier besser: Ihre Präsenz bringe Deutschland dem sozial-demokratischen Ziel einer atomwaffenfreien Welt näher,) so Maas sinngemäß. Ehrlich gesagt, ich hatte noch nicht die Muße, mich durch die Logik durchzuarbeiten. Mützenich und Walter-Borjans sehen in den Bomben ein großes Risiko: Ihr Einsatz liegt in der Entscheidungsgewalt des Oberbefehlshabers Trump. Und damit ist im Prinzip schon alles gesagt.

Was fehlt Deutschland heute? Schutzausrüstung für Ärzte und Krankenpfleger? Schnelles Internet? Qualifizierte Informatiker? Vielleicht. Aber ginge es nach den Experten der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, stünde ein staatliches Abwehrzentrum gegen Desinformation oben auf der Liste. Es gab übrigens schon eines – bis 1945. Aber erstens ist dies schon lange her, und zweitens sitzen staatliche Gelder gerade dank Corona besonders locker. Das bietet eine Chance. Was die Pandemie und die Desinformation gemeinsam haben? Eine Menge. Das propagandistische Schattenboxen gegen alle finsteren Kräfte dieser Welt wird ausgerechnet mitten in der Krankheitswelle mit nie dagewesener Vehemenz betrieben. Welche Blüten das treibt – mehr dazu in meinem wöchentlichen Kommentar.

Ihr Ivan Rodionov“

Um das Bild von RT-DEUTSCH gegen die allgemeinen Anfeindungen in der konservativen deutschen Medienwelt klarzustellen, empfehle ich ausdrücklich den hier oberhalb verlinkten wöchentlichen Kommentar von Ivan Rodionov; gerade und/oder weil der RT-Kanal ganz oder teilweise von der Regierung Russlands finanziert wird, wie RT-DEUTSCH es offen benennt.

 

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