Schafe und Lämmer – Klassetierhaltung statt Massentierhaltung in Tawern

Sieben Mütter – 15 Kinder

Hobby-Schäfer Rainer K. konnte nur noch staunen. Innerhalb weniger Tage explodierte das Leben in seinen Schafstall. Zweimal Drillinge, zweimal Zwillinge und vier Einzelgeburten überstanden die Geburtsphase. Die eher traurigen Anblicke von totgeborenen Lämmern gehören auch zum natürlichen Vorgang. Wundern darf man sich dennoch, dass ein einziger junger dynamischer Schafsbock aus Onsdorf so erfolgreich seiner Pflicht nachgekommen war. Eine Besonderheit, weil dieser junge Bock in seiner eigenen Kindheit von der Mutter nicht angenommen worden war und als Flaschenkind überlebte.

Dem ersten Schock ob dieses Kindersegens folgte dann die freudige Überraschung, die besonders die Herzen der Enkelinnen zu Glückssprüngen brachten. Die elfjährige Lea, geschickt wie Kinder heute schon im frühesten Kindesalter mit der Handykamera umgehen können, zückte ohne Wissen von Opa dieselbe und hielt die Mutter-Kind und  Kind-Mutter Suche im Bild fest. Die Lämmer und Mütter fanden untrüglich zusammen.

Man kann und darf diesen Blogbeitrag gleichermaßen auch als „politisch“ einordnen. Nämlich dann, wenn die Problematik der Massentierhaltung zum allgemeinen Verdruss wird. Schafe bilden die seltene Ausnahme, denn sie benötigen, ob in der kleineren Anzahl oder in der Großherde die Dauerbetreuung durch den Schäfer und gegebenenfalls die Hütehunde. Aber alle, die mit den Schafen befasst sind, haben eins gemeinsam: Arbeit, Arbeit, Arbeit und viel Liebe zum Tier.

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