Und wieder Mal öffnet sich der Abgrund tierquälerischer Handlungsweisen

Kleine Schlachthöfe und Metzgereien mit Schlachtbetrieb sind kein Garant für qualfreien Umgang mit Tieren

Begeisterte menschliche Fleischfresser mögen es mit einer abfälligen Bemerkung zur Seite schieben und kritiklos die tierquälerischen Handlungen bei der Fleischerzeugung hinnehmen. Der Königsweg, den Fleischkonsum drastisch einzuschränken, wird mit schönen Worten nie erreicht werden. Die von Fleischprodukten überladenen Fleischtheken in den Supermärkten und deren Billigstpreise schaffen Anreize, noch mehr davon zu konsumieren. Nicht nur die deutliche Verteuerung der Fleischprodukte und strikte Kontrollen der Betriebe könnten eine Wende im Konsumverhalten bewirken, auch massive Aufklärung wäre höchst nützlich.

Die „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt“ klärt auf

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Der traurige Blick des Tieres spricht für sich. Tierschutzverstöße sind an der Tagesordnung; sie gehören zum System. Das gilt auch für kleine und Bio-Betriebe. Foto:Ivan Lonans – Shutterstock aus Newsletter Menschen für Tierrechte

Wer den hier verlinkten Bericht der „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt“ aufmerksam liest, wird sehr schnell feststellen, das die Qualität und der würdige Umgang mit Tieren zuallererst durch den Menschen, hier den Metzger oder Schlachter, geprägt ist. Allein sein Umgang mit den Tieren entscheidet über das Wohl oder Unwohl für die Tiere, auch bei der Schlachtung, zu der sie getrieben werden.

„Hintergrund der Studie sind Bemühungen der hessischen Landesregierung, den Tierschutz in Schlachthöfen zu stärken (der Antrieb zu der Initiative dürfte wohl den Grünen in der hessischen Koalitionsregierung zuzuordnen sein). Sie möchte dadurch regionale Betriebe erhalten und so auch lange Tiertransporte vermeiden. Die Ergebnisse wurden 2018 unter dem Titel »Tierschutzkontrollen während der Schlachtung – ein Erfahrungsbericht aus dem Regierungsbezirk Darmstadt« in einer Fachzeitschrift veröffentlicht.“ schreibt die Albert Schweitzer Stiftung in ihrem Newsletter vom 10.05.2019.

Tierschutzverstöße gehören zum System gehören. Das gilt auch für kleine und Bio-Betriebe. Foto:

Als sehr schlimm empfinde ich es, wenn die Landwirtschaftspolitiker, hier zuallererst die derzeitige christdemokratische Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, vom Tierwohl schwadronieren. Wäre die Exweinkönigin doch bei ihren Leisten geblieben.

Aber nicht nur sie; über alle Parteigrenzen hinweg dienern die meisten Politiker der Fleischindustrie. Sie liefern den Lobbyisten den Stoff für ihre widrigen Interessen.

 

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2 Responses to Und wieder Mal öffnet sich der Abgrund tierquälerischer Handlungsweisen

    • Egon Sommer sagt:

      Verbraucherschutz – Ministerin Klöckner will Zahl der Lebensmittelkontrollen verringern
      Das bedeutet:
      Staatliche Lebensmittelinspektionen sollen nach SPIEGEL-Informationen seltener werden. Das gilt auch für Fleischbetriebe, die der höchsten Risikoklasse zugeordnet sind.
      Lebensmittelinspektoren sollen künftig seltener zu Pflichtbesuchen ausrücken als bisher. Im Ernährungsministerium von Julia Klöckner (CDU) liegt nach SPIEGEL-Informationen der Referentenentwurf für eine Verwaltungsvorschrift vor, die eine Verringerung der Kontrollfrequenzen zur Folge hätte.
      Julia lächelt alles weg und kaputt.

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