Das englische Wort „unthinkable“ bedeutet auf Deutsch hauptsächlich undenkbar, unvorstellbar oder auch unfassbar.

Für mich ist das, worüber Sevim Dagdelen am 18.02.2026 bei den NachDenkSeiten (NDS) schreibt, in der Tat undenkbar, unvorstellbar oder auch unfassbar.
„Unthinkable“ beschreibt Dinge, die so schockierend oder unwahrscheinlich sind, dass sie nicht in Betracht gezogen werden. So erklärt u.a. PONS Wörterbuch die englisch-deutsch-Übersetzung.
Hat irgend jemand aus den Reihen der Normalbürger – was auch immer man sich unter „Normalbürger“ vorstellen mag – von den Dingen aus unseren großartigen Leitmedien erfahren, was die NDS an Ausgüssen des US-Außenministers bei der Münchener Sicherheitskonferenz 2026 heiß aufkochten.
Die Rede des US-amerikanischen Außenministers Marco Rubio bei der 62. Münchener Sicherheitskonferenz 2026 vom 13. bis 15. Februar 2026 machte mich fassungslos – weil ahnungslos – ob dieser ungeheuren Offenbarung, die beinhaltet, dass Winston Churchill bereits 1945, unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges die sog. „Operation Unthinkable“ strategisch als Auftrag an seine Militärs gab, die Sowjetunion mit kriegerischen Mitteln aus Europa zu werfen.
Um den gesamten Moloch dieser menschlichen Abgrundsphantasien hier nicht nochmals aufzubereiten, sind nachfolgend die meine Fassungslosigkeit verursachenden abgründigen Phantastereien politischer Wirrköpfe in verlinkter Form nachzulesen.
Es waren mit Außenminister Johann Wadephul, Verteidigungsminister Boris Pistorius und dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder alle drei Parteien der Regierungskoalition, die stehend applaudierend kaum noch nach Rubios Rede bei der 62. Münchener Sicherheitskonfernz an sich halten konnten.
Rubios Rede war denn nicht nur ein Einfühlen in 500 Jahre Kolonialismus, in Massenmord, Sklaverei und Ausbeutung bis zum Tod, sondern gerade auch eine Kampfansage an die Mächte, die aus Sicht der derzeitigen US-Administration einer Rekolonisierung der Welt zugunsten eines erneuerten US-Imperialismus im Wege stehen: Russland und in erster Linie China.
Vasallentreu schob sich denn auch der deutsche Außenminister Wadephul in München in die US-Schlachtordnung, indem er erklärte, mit allen BRICS-Staaten gute Beziehungen pflegen zu wollen, nur nicht mit Russland und China. Wadephul, Außenminister der derzeitigen schwarz-roten Regierungskoalition, hat laut Medienberichten schon im April und Mai 2025 sinngemäß erklärt, dass „Russland immer ein Feind für uns bleiben wird“
Kurzum, lesen Sie den Bericht von Sevim Dagdelen bei den NachDenkSeiten (NDS):
Operation „Unthinkable“ – Marco Rubios Rede in München
Wegen der erst jetzt für mich schier unglaublichen Erkenntnisse, die 81 Jahre nach Endes des 2. Weltkrieges den Briten Winston Churchill die irrsinnige Idee der Operation „Unthinkable“ gebären ließen, kamen mir echte Zweifel. Zur Festigung dieser Ungeheuerlichkeit blieb mir dann nur noch die Frage an die KI, hier Perplexity, mit folgender vereinfachter Frage und ebenso einfacher Beantwortung:
Stimmt es, dass Winston Churchill noch im Mai 1945 die Ausarbeitung der „Operation Unthinkable“ in Auftrag gegeben hat?
Ja, das stimmt: Churchill ließ im Mai 1945 vom britischen Generalstab die Kriegsplanungen ausarbeiten, die unter dem Decknamen „Operation Unthinkable“ liefen.
Was genau beauftragt wurde:
Im Mai 1945 ordnete Churchill an, die Möglichkeit eines Angriffs der Westalliierten auf die Sowjetunion prüfen und konkret ausplanen zu lassen.
Der ausgearbeitete Bericht der Planer wurde ihm am 22. Mai 1945 vorgelegt, also gut zwei Wochen nach der deutschen Kapitulation.
Zielüberlegung war, die Rote Armee aus Mittel‑ und Osteuropa (insbesondere Polen) zurückzudrängen; als möglicher Angriffstermin war der 1. Juli 1945 vorgesehen.
Anmerkung außerhalb KI: Es sollten auch 100.000 Soldaten des geschlagenen deutschen Heeres eingeplant gewesen sein.
Da ausgerechnet britische Offiziere die Unmöglichkeit dieses Planes erkannt hatten, blieb es bei dem Plan.
Einordnung
Die Dokumente wurden erst 1998 offiziell freigegeben, weshalb dieser Aspekt von Churchills Politik relativ spät breiter bekannt wurde.
Die Planungen waren geheim und wurden nie umgesetzt; sie blieben ein militärischer Optionsplan in der frühen Phase des sich abzeichnenden Ost‑West‑Konflikts.
