Letzte Ausfahrt

Schafft die SPD das gedachte Unmögliche?

Bedeutet: Noch eine Chance, wenn die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands bei der Wahl am 26. September für den Moment des Kreuzchenmachens den Sozialdemokraten anbieten, mal für den Augenblick die Agenda 2010 zu vergessen. Wohlwissend, dass sie aus eigener Kraft kaum noch aus dem selbsterschaffenen Agenda 2010 und Hartz-Dilemma herausfinden.

Wenn die eher unerwartete Hausse, also der unerwartete Aufschwung, die Gunst der Stunde bis zum Wahltag anhält, dann könnten sich die derzeitigen Umfragewerte als Fakt herausstellen und tatsächlich nach vier C-geprägten Ligislaturperioden zu einer S-Prägung (für Sozial) in Deutschland führen.
Selten waren die Möglichkeiten in den letzten Jahren so vielfältig, welche Parteien ab kommenden Herbst gemeinsam in einer Koalition im Bund regieren könnten. Am Ende dieses Artikels sind die Koalitionsmöglichkeiten nach den derzeitigen Umfrageergebnissen auf RP-Online.de aufgelistet.

Ein Blick zurück; wer macht das schon gern, kann aber überaus hilfreich sein, wenn er aus positiven Gewissensgründen erfolgt. Foto: Pixabay-Lizenz

Olaf Scholz, als einstigen Verfechter der neoliberalen Agenda 2010 in Erinnerung, dürfte, wie er es selbst ausgesprochen hat, erkannt haben, dass beim sozialen Zusammenhalt in Deutschland einiges im Argen liegt. Wer redet schon gern über die Sünden der Vergangenheit? Dass der Wesenskern der Sozialdemokratie die Solidarität ist, soll heißen, dass die SPD den sozial Benachteiligten helfen könne, so Scholz. Das ist eine Aussage, weit weg von den Beteuerungen aus der anderen politischen Ecke, dass es uns ja so gut gehe.

Für mich persönlich gilt statt langer Rede der kurze Sinn: Die Wahl am 26. September wird nochmal „meiner“ Partei ein wenig Wind unter die Flügel pusten. Aus geschichtlicher Erwägung habe ich die Erkenntnis verinnerlicht, dass trotz kontrollierbarer Unzufriedenheiten die Grundsatzfragen des SPD-Programmes mir näher stehen als die aller anderen Parteien. Dennoch gilt der Titel dieses Blogartikels: Letzte Ausfahrt.

Rezo ist wieder da!

Rezo, lt. Wikipedia Webvideoproduzent, Musiker, Unternehmer, Kolumnist und Unterhaltungskünstler. Dass seine politische Faktenanalysen bisher auch von betroffenen Figuren unwiderlegbar blieben, zeugt von seinen gründlichen Recherchen. Bild: Screenshot Youtube-Video

Besser als jedes Plakat, besser als jeder Wahlspot, besser als jedes aufgemachte Scheinargument vor der Wahl , besser als jedes Pressestatement sind die Realschilderungen des Youtubers Rezo. Sein Video Die Zerstörung der CDU, in dem er kurz vor der Europawahl 2019 die Unionsparteien aufs Korn nahm, erinnert an alle(!) politischen Ereignisse, die bei uns Bürgerinnen und Bürger mehr oder weniger Empörung auslösten. Das bemerkenswerte an seinen aufgezählten Politiksünden ist, dass selbst die Betroffenen und Bescholtenen nichts gegen seine Attacken ausrichten konnten bzw. trotz vollmundigen Ankündigungen den Schwanz einzogen.
Auf das von Rezo als Part 1 bezeichnete Video bin ich heute, 22.08.2021 um 10.31 auf der Seite von RP-Online gestoßen. Hier gehts zum aktuellen Rezo.

Rezo hat das Video als Part 1 bezeichnet. Man darf davon ausgehen, dass die noch nicht „behandelten“ Parteien in weiteren Parts ihr Fett wegbekommen werden. Viel Spaß und auch Ernsthaftigkeit beim Hören und Sehen von Rezo.

Verpassen Sie nicht die spannensten 28:15 Minuten Wahlkampf-Fakten, die aktuellen Umfragewerte und den Vergleich zu 2017 auf RP-Online.de. Der Koalitionsrechner lässt die Möglichkeiten für eine nächste Bundesregierung als lustiges Rätselraten zu.

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