Looks like shit, but saves my life

Sieht beschissen aus, rettet(e) mir aber das Leben

Warum das eingeklammerte „e“ in der zweiten Textzeile? Weil mein Geschick in der nachfolgenden Erzählung eines eigenen Geschehens der Realität entspricht.

Um jedem Zweifler an meiner persönlichen Unfallschilderung den Wind aus den Segeln zu nehmen und ein Appell für das Tragen eines Sturzhelmes beim Radfahren, ein Foto von mir einen Tag nach der Krankenhauseinlieferung. Ähnlichkeit mit dem Foto des Admin auf der Titelseite des Blogs ist bei genauerem Hinsehen unverkennbar. Foto: Privat

Ein heute erschienener Artikel der schweizerischen Internetplattform „INFOsperber“ – überschrieben mit „Looks like shit, but saves my life“ ist für mich eine schmerzhafte Rückbesinnung auf ein Ereignis, das mich vor knapp acht Jahren wie ein Blitz getroffen hat. Gegenstand und Erinnerung an das Ereignis ist ein Fahrad-Sturzhelm, der im Mai 2018 die Form von zerknittertem Papier angenommen hatte. Dieser Sturzhelm hatte mich vor dem möglichen Tod bewahrt oder mich unter Umständen auch vor dem Leben als Rollstuhlfahrer beschützt.
Was war geschehn?
Ein rückwärts aus einer Hofeinfahrt fahrender PKW fegte mich auf der L 136 (Ortdurchfahrt Tawern) vom Rad; die Folge war ein Kopfübersturz, der ohne Schutzhelm höchstwahrscheinlich mein Leben beendet oder mit lebenslangem Gebrechen hätte enden können.
So blieb es nur bei kontrollierbar ausheilenden Verletzungen, die dennoch einige Wochen/Monate nachwirkten.
Der Vollständigkeit halber doch noch die „unvergessenen“ Eindrücke: Bruch eines Halswirbels, Nasenbeinbruch, Jochbeinprellung, Anriss der Oberlippe, Verletzung Schneidezahn oben, Blutergüsse unter beiden Augen, diverse Blutergüsse über Gesicht, Kopf und Körper verteilt.

Was veranlasste mich, diese Schilderung eines mir persönlich widerfahrenen Unglücks mit Bezug zum Zweirad und der Benutzung eines Schutz – bzw. Sturzhelmes zu offenbaren?

Als erstes war es ein Artikel im INFOsperber von heute, überschrieben mit:

Die Velo-Lobby tönt wie die Gurten-Gegner vor 50 Jahren

Werbekampagne des deutschen Bundesministeriums für Verkehr. © Bundesministerium für Verkehr

Als zweites war es eine Begegnung mit einem Zweiradfahrer, der am Friedhof in Tawern, an der Fahrradstrecke nach Konz-Könen, damit beschäftigt war, eine Windschutzjacke über zu ziehen. Weil er weder einen Fahrradschutzhelm auf dem Kopf trug noch am Lenker hängen hatte, wagte ich die Bemerkung an ihn, einen Mann von schätzungsweise 45 Jahren, wie es denn mit einem Schutzhelm sei.
Er hab noch nie einen getragen, weil ihm das Ding als zu lästig erschien. Das war natürlich ein gefundenes Fressen für jemanden wie mich, der eine Geschicht aus eigener böser Erfahrung im Petto hatte. In der Erwartung, dass der Radler mir zu verstehen gab, dass mich das nichts angehe, wurde ich aber überrascht, dass er nicht aggressiv, sondern sich eingestehend äußerte, mittelweile darüber nach- und umzudenken. Meine Unfallgeschichte schien ihn dann zu beeindrucken. Meine Argumente, dass er und sein Rad keine Knautschzone hätten schien er zu kennen und gelobte dann Besserung.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert