Lügen sind das Schmiermittel für alle Kriege – Lügen ohne Ende und auf allen Seiten?

Wie sonst findet es Gründe für Kriege?

Kurt Tucholski 1928. Bild: Quelle und Autorin: Sonja Thomassen, Wikipedia

Bei allen künftigen Blogbeiträgen werde ich die nachfolgenden Worte von Kurt Tucholski (1890 – 1935) wiederholen und bis zur Beendigung des Krieges gegen die Ukraine allen weiteren Beitragsteilen voranstellen.

1. Alle Kriegsherren haben einen gemeinsamen Feind: die Wahrheit
2. Kein Volk ist besser oder schlechter als dein eigenes
3. Jeder Krieg ist eine Niederlage. Denn Krieg vernichtet Leben
4. Wer Kriege im Namen Gottes führt, ist stets des Teufels
5. Es gibt weder gerechte noch heilige Kriege

Und trotzdem finden sie unentwegt statt.

In einem Besucher-Kommentar meines letzten Blogartikels ist mir eine gewisse Ehre zu Teil geworden; man hat mich dort auf eine Ebene mit Sahra Wagenknecht, Gabriele Krone-Schmalz, Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder und der „russischen Vernichtungsclique“ hochgeschrieben und in eine Reihe gestellt. Natürlich war diese Qualifizierung keine wohlmeinende, denn eine beabsichtigt oder auch unbeabsichtigt abfällige.

Sahra Wagenknecht

Wer meine Standpunkte zu Sahra Wagenknecht (MdB) in meinem Blog verfolgt, wird feststellen, dass bisher 22 Artikel zu und über die Politikerin der Partei DIE LINKE sich mit der Vorzeigepolitikerin befassen. Wagenknechts wöchentlicher Newsletter gehört zu meinem politischen Quellgebiet.

Ich habe auch an anderer Stelle bereits festgestellt, dass ihre Standpunkte zur Sozial- und Friedenspolitik mit meinen Vorstellungen zu diesen Themen weitgehend übereinstimmen. Deshalb wird sie in meinem Blog als Meinungsvervielfältiger offensiv ihre Vorstellungen eines friedlichen Zusammenlebens vorstellen können.

Welches Thema könnte den Ukrainekrieg derzeit in Tragik und Brisanz übertreffen? In unserem Kulturkreis sollte dieses sinnlose gegenseitige Abschlachten von Menschen außerhalb jedes Denkens stehen. Es sind nicht nur die großen Interessensgruppen zur Durchsetzung politischer oder gesellschaftlicher Ziele, es ist in erster Linie der militärisch industrielle Rüstungskomplex bis hin zum sogenannten Normalbürger, der ohne Sinn und Verstand den Nachbarn als Feind erkennt. Explosion und Implosion werden in Gegenseitigkeit wirksam.

Sahra Wagenknechts aktueller Newsletter, Ausgabe 183 vom 10.03.2022, ist hier aufzurufen

Der mit „Verhandeln statt schießen“ überschriebene Brief streift das gesamte Spektrum der Ansichten der Kriegsparteien und erklärt auch den vielstimmigen Chor der politischen Alleswisser. Leserinnen und Leser von Wagenknechts Texten werden sich die Augen reiben, wenn die wohlfeilen Ratschläge deutscher Politiker aus anderer Perspektive erhellt werden, als sie uns in den TV-Sendungen rund um die Uhr „neutral“ aufbereitet werden.

Michael Lüders. Foto: Alrei Marie, Wikipedia

Besonders beachtenswert ist das in Wagenknechts Newsletter eingebettete Video von Michael Lüders, der unvoreingenommen und wertneutral die politische Gesamtsituation beschreibt, wie sie vor ihm gegebenenfalls Peter Scholl-Latour vermocht hätte. Ich empfehle die Ausführungen von Lüders, weil ich seine Fähigkeiten, das politische Weltgeschehen zu schildern, aus eigenem Erleben kenne. Nicht die große Keule gegen eine der Parteien, sondern die analytische Aufbereitung der durch Hintergründe der jüngsten Geschichte entstandenen Umbrüche, vermag er in deutlicher Art und Weise zu bestimmen. Drei Vorträge an der Universität in Trier und drei seiner Bestseller haben mich von der Qualität des Michael Lüders überzeugt. Der knapp 37-minütige Vortrag überzeugt rundum.

Zu Michael Lüders in diesem Blog: siehe hier, hier und hier.

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1 Antwort zu Lügen sind das Schmiermittel für alle Kriege – Lügen ohne Ende und auf allen Seiten?

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