… nabelbeschauende, masturbatorische Propaganda-Orgie des Kalten Krieges

Eine Nachschau zum Treffen Biden – Putin

Der russische Präsident Wladimir Putin bei der Pressekonferenz nach dem Treffen mit Joe Biden am 16.06.2021 in Genf. Bild Screenshot zdfheute

Man kann diesen Beitrag der NachDenkSeiten (NDS) lesen, muss es aber nicht. Für alle unbedarften Anhänger der „Friedensnation“ USA wird, falls sie den Artikel lesen, eventuell Empörung aufkommen. Diese Empörung könnte aber auch zu Nachdenklichkeit führen, wenn man die ganze Geschichte liest und das Verhältnis USA – Russland – Europa – Deutschland mit realistischer Ernsthaftigkeit betrachtet.

US-Präsident Joe Biden in separater Pressekonferenz nach dem Treffen mit Putin. Eine gemeinsame Presseveranstaltung Biden-Putin fand nicht statt. Bild: Screenshot zdfheute

Der bei den NachDenkSeiten (NDS) eingestellte heiße Artikel von von Caitlin Johnstone Der matschbirnige Präsident sagt: Die USA mischen sich nie in die Wahlen anderer Länder ein ist von Susanne Hofmann übersetzt und verweist u.a. per Link auch auf den politischen Kontrast zu den Navalny-Bemerkungen des US-Präsidenten.
In mutiger Offenheit stellt die australische Journalistin Caitlin Johnstone u.a. auch den Kontrast zwischen dem Getöse der Navalny-Bewunderer im Westen und dem westlichen Schweigen zum menschenrechtswidrigen Umgang mit Julian Assange

„Richtige Journalisten wandern ins Belmarsh Gefängnis, weil sie US-Kriegsverbrechen ans Licht bringen. Westliche Propagandisten fragen Putin, warum er so ein beknackter Volldödel ist und träumen dann vom Pulitzer-Preis.“

wandern ins Belmarsh Gefängnis“ verweist auf das Internetmagazins Salon.com und zeigt auf, dass es doch noch einen funktionierenden Journalismus gibt, der, in den USA ansässig, trotzdem nicht unter amerikanischen Einflusszwängen steht.

Den Salon.com Artikel, der den skandalös-staatsverbrecherischen Umgang des Westens mit Julian Assange schildert, habe ich mit Hilfe des Übersetzungsprogramms DeepL-Übersetzer ins Deutsche übertragen.

Salon.com ist ein Internet-Magazin, das seine Autoren und Leser hauptsächlich in den USA hat. Thematisch hat es jedoch eine globalere Ausrichtung und berichtet aus linksliberaler Perspektive über Politik und Kultur.
Es wurde 1995 von David Talbot gegründet, einem Pionier des gehobenen Online-Journalismus, fungiert aber nur mehr als Chief of Board. Einen Hinweis auf einen bekannten Buchtitel von David Talbot finden Sie hier.

Uns Deutsche sollten aber in erster Linie die Verhaltensweisen unserer Politiklautsprecher bewusst werden, die in offensichtlicher Abhängigkeit und Bewunderung des US-Einflusses handeln – oder auch nur gefällig reden?
Wen meine ich mit Letzteren? Ein Außenministerchen (Maas), das glaubt, sich durch konsequente Tiraden im Sinne der USA gegen Russland beweisen zu müssen, eine Verteidigungsministerin (AKK), die dem Wahn verfallen zu sein scheint, die Nato müsse Russland (und China) militärisch in seine Grenzen verweisen, ein Ausschussvorsitzender für Auswärtiges (Röttgen), dessen geschwätzige Äußerungen von realpolitisch denkenden Menschen als schmerzhaft empfunden werden, die frisch gekürte Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, die ihre grüne Partei zu „militärischer Friedensarbeit“ anheizen will. Ihr Co-Vorsitzender schwingt sich zudem zum Förderer deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine auf. Fehlt hier nur noch der unsymphatische Graf Lambsdorf (MdB), der zu jeder sich bietenden Gelegenheit seine Abseitigkeiten gegen Russland zum Besten geben zu müssen glaubt .

Alles in Allem, ein trostloses außenpolitisches Bild, das wenig Hoffnung auf Besseres bietet.

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