Gefragt ist: Weshalb und inwieweit wollte die Ukraine tatsächlich Mitglied der NATO werden?

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In meinem persönlichen und verschiedentlich auch im weiteren bekannten Umfeld wird der böse Russe und in besonderer Betrachtung der teufliche Putin, als das blutrünstige Ungeheuer eingeordnet. Das kann jedermann jedefrau halten wie er/sie es aufgrund ihres Wissens beurteilt.
Vergessen sind dabei die weitaus schlimmeren „Angriffskriege und ihre Anführer“ die doch im Grunde als sogenannte friedfertige Zeitgenossen des Westens angesehen sind.
Der nachfolgende verlinkte Hauptartikel dieses Blogbeitrages von Dr. Alexander S. Neu, Jahrgang 1969, Politikwissenschaftler, von 2013 bis 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages, beantwortet in einem Gastbeitrag bei den NachDenkSeiten (NDS) die Frage, weshalb es zum Konflikt Russland/Ukraine kam bzw. kommen musste.
In der Tat beschreibt Alexander Neu die Vorgeschichte des Russland/Ukraine-Konfliktes, der ja nicht aus dem Nichts entstanden ist.
Im Zusammenhang mit dem immer wieder von breiten Interessengruppen geleugneten Vorlauf des Russland/Ukraine-Krieges fiel mir an anderer Stelle ein Text auf, der das Problem treffend darstellt. Die BSW-Politikerin und Historikerin Dr. Claudia Wittig brachte es mit einfachen Worten auf den Punkt, in dem Sie u.a. ausführte:
[…]. „Und es gibt ja eine ganze Reihe von aktuellen Konflikten, bei denen Geschichte und Vorgeschichte aktiv ausgeblendet werden. Beim Krieg in der Ukraine zum Beispiel, wo das Mitdenken der historischen Entwicklungen, die zum Krieg geführt haben, beinahe schon verboten ist.“
Alexander Neu eröffnet seinen NDS-Gastbeitrag so:
„In der auch in Deutschland kontrovers geführten Debatte über den Krieg und seine Ursachen in und um die Ukraine gibt es Stimmen, die fordern, dass der Krieg sofort beendet sein könnte, wenn nur Russland sich aus der Ukraine zurückzöge und die Bündnisfreiheit der Ukraine akzeptierte. Diese Argumentationen sind richtig und falsch zugleich. Warum?“
Neu blickt dabei zurück bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, die im Grunde noch als jüngste Vergangenheit zu betrachten sind. Jüngere werden sich weniger erinnern, Ältere umso klarer, wenn sie es dann wollen.
Bündnisfreiheit oder Realpolitik – das Spielchen für die Öffentlichkeit
Der Beitrag von Alexander Neu beansprucht Kenntnisse für politische Zusammenhänge. Wer das politische Verständnis dafür erkennt, und das gilt für alle kriegerischen Auseinandersetzungen, wird gegebenenfalls Erkenntnisse gewinnen oder aber weiterhin auf unauflösbarem Fehlwissen verharren.
