Nawalny

Große Gefühle für Nawalny – eisige Kälte für Assange

Manchmal sind es glückliche Zufälle, die den Geist beflügeln. Der vorliegende Beitrag ist, wie kann es besser sein, von Albrecht Müllers NachDenkSeiten (NDS) hergeleitet. Bei der Suche nach einem treffenden Bild zur Überschrift meines aktuellen Artikels stieß ich auf die Seite des Cartoon- und Comic-Zeichners Harm Bengen. Dieser Name ist mir vertraut, sind seine Zeichnungen doch thematisch gebunden regelmäßig im Trierischen Volksfreund zu finden.

Der Vergleich des Cartoons mit dem Titel des Blogbeitrages erübrigt die nähere Erläuterung. Der politikbeseelte Künstler folgt der eher links-progressiven Anschauung, wie ich als Blogger es vermute. Die NachDenkSeiten und Tobias Riegel wird es freuen. (C) Harm Bengen – www.harmbengen.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gefundenes Fressen für die abhängigen Westmedien. Nawalny ist wiederum als neues Vergiftungsopfer identifiziert und Putin nach westlicher Lesart der Urheber der bösen Tat. Passgenau für die Unruhestifter; ein russischer „Freiheitskämpfer“ als Leitfigur der westlichen Freiheitsliebe gegen Russland und seinen Präsidenten Wladimir Putin.

Albrecht Müllers NachDenSeiten sind als Gegenpol zur den westlichen Mainstreammedien die unverzichtbare Quelle wahrheitsnaher Berichterstattung und Kommentierung. Man muss sich tatsächlich fragen, aus welchen Gründen sich der Widerstand einiger der Leitmedien gegen die NDS speist. Ein heißes Beispiel gibt eventuell BILD-Online von heute; die Titelzeile „Will Putin Nawalny auch in Deutschland töten lassen?“ bedarf dann keiner weiteren Kommentierung. Fotomontage: NDS

Was die gepolten Print- und TV-Medien uns an Nachrichten zum aktuellen Geschehen um den Revoluzzer Nawalny vorbeten, soll in erster Linie das Ansehen Russlands und insbesondere Putin weiter beschädigen.

Darum schreibe und sage ich hier: Die NachDenkSeiten (NDS) wissen es besser und wissen mehr. Der Beitrag „Große Gefühle für Nawalny – eisige Kälte für Assange“  von NDS-Redakteur Tobias Riegel ist wertneutral und unabhängig. Der Titel des NDS-Beitrages stellt auch direkt den Zusammenhang westlicher Interessen gegenüber Russland in den Vordergrund.

 

Den kompletten Artikel von Tobias Riegel hier.

und weitere Artikel von Tobias Riegel hier.

Nawalny Spezial
Wer sich tiefergehend mit den Zusammenhängen befasst, die uns seit vielen Jahren als Konfrontationsthema vorgesetzt werden und an denen sich die Leitmedien der freien westlichen Presse ergehen, muss schon wissen, was es mit der Person Nawalny auf sich hat. Bedingt saubere Nachrichtenquellen und eigenes Nachdenken verhelfen zur Verfestigung des persönlichen Eindrucks.

Alexei Anatoljewitsch Nawalny – Wer sich die Zeit nimmt, die Lebensgeschichte des russischen „Oppositionsführers“ in Wikipedia zu lesen, wird über den Umfang staunen. Sie liest sich wie das Buch von Wilhelm Tell, der sich gegen die herrschende Macht auflehnte. Fragt sich nur, ob Russland Nawalny auch ein Denkmal als Freiheitskämpfer errichten wird, wie es die Schweiz getan hat. Wer näher über das Wesen der Bewegung um Nawalny nachdenkt, kommt sehr schnell auf den deutschen Begriff „Pegida“; der man mit Sicherheit auch kein Freiheitsdenkmal setzen wird.  Bild: Screenshot ARTE

Wir werden derzeit von unseren Leitmedien übergossen mit den böswilligsten und unbewiesenen Untaten russischer Regierungskreise gegen den Freiheitskämpfer ukrainisch-russischer Abstammung. Wo wir uns doch eher mal den Untaten westlicher Führungspersonen widmen sollten, die die ganze Welt in Unruhe versetzen.

Mit Bearbeitungsstand 24. August 2020 um 08:43 Uhr wird in Wikipedia eine der umfangreichsten Beschreibung einer Person und deren politische Aktivitäten beschrieben. Die Kurzfassung hier nachfolgend.

 

Alexei Anatoljewitsch Nawalny
„Alexei Nawalny wurde am 4. Juni 1976 in Butyn bei Golizyno westlich von Moskau geboren. Er ist ukrainisch-russischer Abstammung. Sein Vater Anatoli Nawalny stammt aus Salissja, einem Dorf in der Nähe der Grenze zu Weißrussland im Rajon Iwankiw in der Oblast Kiew, Ukraine. Nawalny wuchs in Obninsk etwa 100 km südwestlich von Moskau auf, aber verbrachte in seiner Kindheit die Sommerferien bei seiner Großmutter in der Ukraine.
Nawalny erwarb 1998 an der Russischen Universität der Völkerfreundschaft einen Abschluss in Rechtswissenschaften. Danach studierte er Aktienhandel und Börsenwesen an der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation. Nach Empfehlung durch den Schachweltmeister Garri Kasparow, Jewgenija Albaz, Sergei Gurijew und Aleh Zywinski erhielt Nawalny 2010 ein viermonatiges Stipendium für aufstrebende Führungskräfte an der US-Eliteuniversität Yale und nahm am „Greenberg World Fellows Program“ teil, das sich bemüht, ein „globales Netzwerk zur internationalen Verständigung“ zu schaffen.Nawalny ist verheiratet mit Julija Nawalnaja (geborene Abrossimowa). Sie haben zwei Kinder.“

Die umfangreiche Nawalny-Biografie wird jedoch der derzeitigen Aufregung um einen Revoluzzer Nawalny nicht gerecht. Denn als nicht ernst zu nehmender Revoluzzer gilt derjenige, der von Seiten derer, gegen die er sich richtet, nicht als „Revolutionär“ angesehen wird. Navalny ist kein „Revolutionär“

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4 Antworten zu Nawalny

  1. Alfons Maximini sagt:

    Egon – Deine Sympathien für Putin und Russland sind mir ja bekannt. Meine Meinung zu Putin habe ich oft genug an dieser Stelle zur Kenntnis gebracht. Es sind alles nur Meinungen und auch Vermutungen. Ich halte es mit Deinem Freund Albrecht Müller: Glaube wenig -Hinterfrage alles – DENKE SELBST. Putin der „lupenreine Demokrat“ ( Schöder SPD) weiß natürlich nichts von einem Giftanschlag, wäre ja auch schön blöd es zu gestehen als ehemaliger Geheimdienstler ersten Ranges. Die Vermutung liegt zumindest nahe, dass es sich um einen Anschlag gehandelt hat. Da muss man kein Verschwörungstheoretiker sein. Navalny und Assange in einem Atemzug zu bringen, ist so hanebüschen wie Trump als ehrwürdigen, ehrlichen, antirassistischen, frauenfreundlichen und sozialistischen Kandidaten zu bezeichnen. Trump mag so sein wie Putin: Alleinherrscher – Narzisst – Potentat – Diktator. Beiden traue ich nicht über den Weg.

    • Egon Sommer sagt:

      Die Kommentaransätze von Alfons Maximini und Peter Kühn zur Überschrift zum Blogartikel „Nawalny“ haben mich fragen lassen, was ich da wohl aus dem Zusammenhang gerissen haben könnte, dass ein Missverständnis gleich zweimal offenbar wird.
      Alfons Maximini schreibt: „Nawalny und Assange in einem Atemzug zu bringen, ist so hanebüchen wie Trump als ehrwürdigen, ehrlichen, antirassistischen, frauenfreundlichen und sozialistischen Kandidaten zu bezeichnen.“
      Sinngemäß gleichgelagert die Beschreibung von Peter Kühn, der Nawalny und Assange wie „Nordpol und Südpol auf einem Nenner“ gesetzt sieht, um hiermit die Unverträglichkeit der Thematik Nawalny zu Assange hervorzuheben.
      Grundsätzlich wäre beides richtig, wenn es in direkter Form um den Vergleich Nawalny – Assange ginge. Das ist aber nicht so!
      Der im Blog verlinkte NDS-Artikel von Tobias Riegel „Große Gefühle für Nawalny – eisige Kälte für Assange“ macht das deutlich.
      Riegel schreibt es und sagt es in seinem Audio-Podcast, […]. „Zur Farce wird der Vorgang aber, wenn er etwa mit der eiskalten Ignoranz verglichen wird, die die nun um Nawalny besorgten Redakteure und Politiker dem Schicksal des in Großbritannien inhaftierten Journalisten und Publizisten Julian Assange entgegenbringen.“
      Also nicht Nawalny wird gegenüber Assange aufgewogen, sondern es wird die von westlichen Medien und Politikern aktuell besonders praktizierte moralische Arroganz gegenüber Russland deutlich. Während z.B. Deutschland die Bundeskanzlerin und den Außenminister aufbietet um Aufklärung zu Nawalny zu fordern, hüllt man sich bei Assange in beschämendes Schweigen.
      Der Fall Nawalny ist also Anlass für massive antirussische Meinungsmache auf breiter westlicher Front. Ein solch gleichermaßen massiver politischer und medialer Aufstand des freiheitlich demokratischen Westens hätte vielleicht zur Freilassung Assanges geführt, der kaum beachtet in einem Londoner Gefängnis in Einzelhaft gequält wird.

  2. Fred Kasel sagt:

    Das Ganze erinnert doch sehr an den Fall Skripal,da fand auch ohne stichhaltige Beweise,eine Vorverurteilung Russlands statt.

    Fred Kasel

  3. Peter Kühn sagt:

    Navalny mit Assange zu vergleichen ist wie Nord und Südpol auf einen Nenner zu bringen. Herr Putin und seine Schergen, diskreditieren sich gerade mal wieder selbst. Navalny ist ein weiteres tragisches Opfer Russischer Politik, die ihren Ursprung im Geheimdienst hat. Navalny ist nicht das erste Opfer. Ich erinnere an Journalisten, ex Kollegen von Putin oder einfach nur Leute, die zufällig erfolgreicher waren, als es Putin zuträglich war. Die Politik von Putin ist m.E. nicht rundweg zu verurteilen. Im Gegensatz zu seinen westlichen Kollegen, bekommt man von Putin immer eine Gegenleistung. Das macht ihn in der Welt der Underdogstaaten so beliebt. Und auch bei uns in der westlichen Welt, in den etwas linken Kreisen sieht man auch das Gute, was Putin als gelernter Stalinist macht. Aber so offensichtlich über Leichen zu gehen ist halt nicht politisch Korrekt. Mirden machen doch alle, sind wir mal ehrlich. Nur nicht so russisch Ehrlich und gerade aus. Putin könnte viel erfolgreicher sein in der (westlichen)Welt, wäre er so ein verdeckter „Drecksack“ und Schönredner wie unsere westlichen Politegieden. Ich persönlich habe keinen Zweifel das der Mordanschlag von Putin genehmigt, wenn nicht sogar….Aber so weit will ich nicht denken. Das würde auch erklären, warum Navalny so lange zurück gehalten wurde, bis ein Gift entweder ganze Arbeit geleistet oder nicht mehr Nachweisbar ist.

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