Hat wer etwas anderes erwartet?

USA-Tabula Rasa in Südamerika – Trump der Pirat

Vorschaubild pixabay – Flagge Venezuela symbolisch

Jens Berger. Bild: Aus Blogarchiv

Den Fall Venezuela kann man nur in Form einer Glosse beschreiben. Dies hat Jens Berger, Chefredakteur der NachDenkSeiten (NDS) vermutlich aus einer gewissen Hilflosigkeit – wie sollte man es aufgrund der zurückliegenden Geschehnisse auch bezeichnen – als Glosse treffend geschildert.

Auf, auf liebe Freunde des Völkerrechts! Es gibt was zu tun

Konkret in der Sache wird Markus Klöckner, der als Journalist und Autor bei den NachDenkSeiten (NDS) das Sprachrohr findet, das heutzutage von den sogenannten Mainstreammedien ausgeschlossen wird. Hier sein NDS-Beitrag, den er mit folgendem Leittext einführt:
Zweierlei Maß: Es gehört zum festen Standard in der Politik. Ohne Unterlass zeigen deutsche Politiker auf Russland wegen des Angriffs auf die Ukraine. Beim Angriff der USA auf Venezuela und der Entführung Nicolás Maduros sind plötzlich alle sehr kleinlaut. Vonseiten des Bundeskanzlers heißt es: „Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex.“ Das Jahr 2026 beginnt auf der politischen Ebene mit einer „Wertegemeinschaft“, die sich mit heruntergelassenen Hosen der Öffentlichkeit präsentiert – und glaubt, es werde nicht bemerkt.

Marcus Klöckner. Bild: Screenshot (kropped) youtube-Video mit Philip Hopf

Merz: „Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex“ – „Wertegemeinschaft“ präsentiert sich mit heruntergelassenen Hosen

Klöckners Text befasst sich in erster Linie mit den Auswirkungen des US-Kidnapping in Venezuela, wie sie sich aus der Sicht deutscher Leitpolitik darstellen. Es liegt nahe, auch den Standpunkt des allernächsten europäischen Verbündeten der USA, Großbritannien, bzw. dessen Premier Starmer zu beleuchten.

Es ist die allbekannte zähe europäische Soße, nicht Klartext sondern erbärmliches Wischi-Waschi abzusondern. Dass sich die deutschen und auch europäischen Leitmedien stramm in die gleiche Richtung bewegen, wird uns täglich medial vorgeführt.

Was ich in einem Blogartikel vom 27. Januar 2019 bereits beschrieben habe, war der Vorgriff auf das heutige Geschehen. Nachzulesen auf: Venezuela – Ein Dorn im Auge der kapitalistischen Welt

Auch damals hat sich Deutschland nicht mit Ruhm bekleckert, als die deutsche Außenpolitik, dargestellt durch den damaligen Außenminister Heiko Maas, in vorauseilendem Gehorsam Maduro nicht anerkannt und den venezolanischen Kleinabenteurer Guaido als Interimspräsidenten beglückwünschte. Das war mehr als blamabel; es war beschämend. Hier vom 9. Januar 2020 nachzulesen: Venezuela aktuell – die hanswurstige Außenpolitik Deutschlands wird offenbar

Weiter aus dem alternativen Medium INFOsperber aus der Schweiz: Trump will Venezuela gleich selber regieren

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Deutschland, USA, Welt veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Hat wer etwas anderes erwartet?

  1. Uwe Gorges sagt:

    Tja, lieber Egon,
    … was soll man sagen…? Eine Glosse setzt sich ja bekannter Weise ironisch, satirisch und/oder kritisch mit einem aktuellen Thema oder Ereignis auseinander. Somit trifft der verlinkte Beitrag von Jens Berger den Nagel so ziemlich voll auf den Kopf.
    Sicherlich ist auch Maduro mit seinem Regime kein Weisenknabe. Dennoch gibt es völkerrechtlich keine Rechtfertigung für diesen Militärschlag gegen einen souveränen Staat. Darüber hinaus ist die Entstehung sowie die Durchführung dieser Aktion auch innerhalb der USA vermutlich als rechtswidrig einzustufen? Ähnlich schlimm und blamabel ist meines Erachtens auch die Reaktion von Deutschland, der EU bzw. der westlichen Welt zu dieser „Militäraktion“. Eigentlich (… obwohl dieses Wort ein rhetorisches Füllwort ohne jegliche Bedeutung ist) müssten die Sanktionen gegen die USA schon angelaufen sein – wenn man gerecht und neutral urteilen würde… :-).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert