Wenn dazu jemand prädistiniert ist, dann ist es der NachDenkSeiten-Gründer

Mit Sicherheit fehlt in Müllers Stellungnahme jegliche Häme, wenn es um den derzeitigen und andauernden Abstieg der ältesten Partei Deutschlands, der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) geht. Kaum jemand im Lande kennt den Verlauf dieser Partei, wie ihn Müller kennt und mitgestaltet hat. Trotz tödlichen Verfolgungen durch die Nationalsozialisten (NAZIS) berappelte sich die SPD nach dem 2. Weltkrieg wieder und kreierte erfolgreiche Politik bei entschiedener Gegnerschaft der konservativen politischen Kräfte in Westdeutschland.
Ein lesenwertes Essay, das Müller heute, am 8. Juni 2026 auf seinen NachDenkSeiten (NDS) veröffentlicht hat, ist nicht nur Lesestoff für Parteimitglieder. Und weil es sich um ein Stück jüngerer deutscher Geschichte wie auch um Gegenwartsgeschehen handelt, für jedermann ein unverzichtbarer Ein- und Rückblick. Im PDF-Format hier direkt zu lesen und zum Herunterladen:
Fast noch wertvoller ist eine Rede Albrecht Müllers aus dem Jahre 2013, die er anlässlich einer Großdemo zum Projekt Stuttgart 21 am 15. Juni hielt.
Schon damals war diese Rede von Albrecht Müller, eigentlich gegen das Projekt Stuttgart 21 gerichtet, aber ein frühes politisches Dokument einer breiten Systemkritik, in der viele Konfliktlinien der heutigen deutschen Politik vorweg genommen werden. Dass er politische Zuspitzungen formulierte, die voll zutreffend sind, macht die Rede zur Gegenwartsbeschreibung.
Rede von Albrecht Müller bei der Großdemo am 15.6.
Ein Ausblick aus 2013 nach 2026.
