4. Oktober – Welttierschutztag 2020 – wen interessierts?

Alle lieben Tiere, aber wir machen ihnen ihr kurzes Leben zur Hölle um sie am Ende zu töten und aufzufressen

Die Nacht vom 6. auf den 7. Oktober 2020 war für mich wieder eine quälende. Der Grund: ARD-Beitrag Report Mainz. Es fing so harmlos an; ab der Minute 20:15 der Sendung fragte Moderator Fritz Frey, wieso die für den Tierschutz zuständigen Veterinärämter sozusagen nichts sehen, nichts hören, nichts sagen zum Tierleid und Tierelend in den Ställen und Schlachhöfen Deutschlands.

Moderator Fritz Frey hat nicht zum ersten Mal die schlimmen Zustände in deutschen Massentierställen angeprangert. Das aufwühlende und entsetzliche Video, das ab der 20.15ten Minute wiederum einen Abgrund deutscher Tierhaltung auftat, scheint die politischen Parteien einschließlich ihrer verantwortlichen „Handlungsbevollmächtigten“ nicht zu berühren. Bild:Screenshot ARD

Mir bekannt ist die Feststellung der für den Tierschutz Verantwortlichen, dass es ja noch nícht genügend Urteile als Handlungsvorgaben gäbe. Dieses beschämende und beklagenswerte Verhalten der amtlichen Veterinäre führt dazu, dass schlimmstes Tierelend unentdeckt, oder anders ausgedrückt, verdeckt bleibt. Die Hauptschuld an den Missständen trägt jedoch die Politik.

Wenn es nicht die gegen Grausamkeit, Brutalität und Herzlosigkeit ankämpfenden Menschen gäbe, die wieder und wieder die ungeheuerlichen Verbrechen an den Tieren aufdecken, wären dem Unwesen, insbesondere in der Massentierhaltung, keine Grenzen mehr gesetzt.

Es gibt eine Partei in unserem Land, deren Hauptanliegen dem gewidmet ist, was fast alle Menschen berührt, aber letztlich kaum kümmert –

Die Tierschutzpartei – die echte Alternative

Man muss sie nicht gleich wählen, sollte aber ihre Ziele kennen und Nachahmung fordern. Für Menschen ohne feste politische Orientierung ist sie dennoch eine gute Wahl.
2017 waren es gerade mal 0,8 Prozent(!) der Zweitstimmen, das waren 373.278 Wählerinnen und Wähler, die in ohnmächtiger Hilflosigkeit der Tierschutzpartei ihre Stimme gaben. Man stelle sich vor, statt AfD würde die Partei für unsere Mitgeschöpfe mit 12,6 Prozent, bzw. 5.877 Millionen Wählerstimmen für die Tiere votieren! Das könnte Wirkung zeigen und den Etablierten Feuer unter dem Hintern zünden.

Zum Welttierschutztag am 4. Oktober 2020 sollte man mal einen Blick in die Programmatik der Tierschutzpartei werfen; allein um die leeren Lippen- und Buchstabenbekenntnisse der angepassten Parteien wie CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis90/Die Grünen und auch der AfD zu entlarven.

Trotz der Tatsache, dass der Tierschutz seit 2002 in unserem Grundgesetz als Staatsziel in Artikel 20a enthalten ist, ändert sich nichts, rein garnichts.
Angesichts der täglichen Untaten gegenüber den Tieren ist dieses sogenannte Staatsziel purer Hohn und tägliche Schläge ins Gesicht der Menschen mit Emphatie für unsere Mitgeschöpfe.

Zum Welttierschutztag 2020 hat Autor Alexander Conradt auf der Homepage der Tierschutzpartei einen eindringlichen Text verfasst, der einen Überblick und einen Appell beinhaltet und eventuell die Aufmerksamkeit verstärkt auf das Tierschutzproblem lenkt.

Liebe Freunde,
heute ist für uns alle ein ganz besonderer, ein sehr sehr wichtiger Tag: DER WELTTIERSCHUTZTAG. Ein Tag, der uns alle angeht, alle Menschen auf Erden.
Ein Tag, der nicht nur uns Menschen gehört, sondern allen Tieren. Ein Tag, an dem WIR ALLE im Mittelpunkt stehen. Es geht um unsere Liebe zu allen fühlenden Wesen, um unermüdlichen, nie endenden Einsatz für Gerechtigkeit.

Dank geht daher an alle Menschen, die sich mit uns auf den Weg gemacht haben, diesen so schweren und von Rückschlägen geprägten Kampf aufzunehmen. Die wieder und wieder gegen Grausamkeit, Brutalität und Herzlosigkeit ankämpfen.

    • die großen und kleinen Organisationen, die sich für die Tiere einsetzen, und die Menschen, die sie unterstützen
    • die mutigen Aktivist*innen, die die katastrophalen und zutiefst unwürdigen Zustände in Tierqual-Anlagen anprangern und in die Öffentlichkeit zerren
    • die Menschen, die ein verletztes Tier aufheben und gesund pflegen
    • die Menschen, die einem Tier aus dem Tierschutz ein Zuhause geben
    • die politisch Aktiven, die sich mit uns für Gesetzesänderungen, für konsequenten Tierschutz und Tierrechte einsetzen
    • die Wildhüter in aller Herren Länder, die unter Einsatz ihres Lebens ganze Arten vor der Ausrottung bewahren
    • die Menschen, die Tiere aus Flammenhöllen retten
    • die Meeresschützer, die gestrandete Wale ins Meer zurück ziehen
    • die alte Frau, die halbtote Tauben füttert
    • die gutherzigen Leute, die Tiere aus Rumänien über Luftbrücken retten
    • die Kinder, die eine Schnecke auf der Fahrbahn aufheben und in die Natur zurücksetzen
    • und all jene Ungenannten, die wir mitnehmen müssen und auch werden, die bereit sind, mit uns zu arbeiten und zu kämpfen für eine Welt OHNE TIERLEID.

Seit Jahren, liebe Freunde, setzen wir uns alle unermüdlich oft bis zur totalen Erschöpfung ein. Und so sehr wir auch kämpfen – das Leid der Tiere hat ein unvorstellbares Ausmaß angenommen.

Ein neuer Vertrag mit den Tieren – da sind wir alle gefordert. Da müssen wir noch viel mehr Kräfte mobilisieren.
MACHEN WIR UNS AUF DEN WEG! DIE ZEIT IST LÄNGST REIF!

Jeder Weg beginnt bekanntlich mit dem – mühseligen – ersten Schritt.
Sprechen wir mit unseren Kindern – sie werden zuhören.
Sprechen wir mit Nachbarn, Freunden, Verwandten.
Ja, wir werden sie nerven – garantiert. Das muss sein. Anders geht es nicht. Aber: Es bleibt immer was hängen. Es gibt keine schnellen Erfolge. Doch jedes Gespräch zählt. Nicht nur draußen auf den Straßen, nicht nur hier bei facebook.
Lesen wir uns auch ein. Konfrontieren wir „die andere Seite“ mit Wissen.
Verteilen wir Flyer, kleben wir sie in die Fenster unserer Autos. Jeder im Stau hinter euch wird sie lesen.
Stehen wir vor Shopping-Malls, vor Supermärkten, vor Fleischtheken, reden wir mit der Mutter, die für ihre Kinder das „geliebte Schnitzel“ kaufen will. Zeigen wir ihr die vegane Alternative. Und wenn wir sie überredet haben, es doch mal zu probieren, haben wir einen unglaublichen Sieg geschafft. Wenn wir das weltweit hinkriegen können wir nur gewinnen.
So wie sich das Leid der Tiere in unser aller Herzen gefressen hat – so müssen wir heute die Zuversicht eines nachhaltigen, mitfühlenden Lebens in die Herzen der Menschen pflanzen.

Welttierschutztag.
Richtig, aber nicht genug. Nur ein Anfang.
Jeder Tag muss ein Welttierschutztag werden.

Wir sind schon viel weiter als wir glauben. Das erkennen wir daran, dass sich die Politik – wenn auch viel zu langsam – bewegt. Ein neuer Vertrag mit den Tieren – das ist die Botschaft an diesem Tag, dem Welttierschutztag.

Wir hier haben es in den Händen. Machen wir uns auf dem Weg!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt sie seit 25 Jahren; es ist Zeit für Veränderungen.

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