Betrachtungen zur Bundestagswahl

RP-Online: Politiker in Wagners Opern – von Baerbock über Laschet bis Söder

Als Titel für dieses symbolische Bild habe ich „Wahlkampf im alten Rom“ kreiert. Als weiterführende Beschreibung fiel mir „Hauen und Stechen“ ein. Entspricht nicht ganz den Gegebenheiten; das Hauen und Stechen ist aber nach wie vor mit anderen Mitteln gängiger Brauch im Kampf um die Posten. Bild: Pixabay

Warum glauben Politikerinnen und Politiker bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth präsent sein zu müssen?
Vielleicht weil Richard Wagners Opern eine politische Dimension besitzen und eine Gelegenheit böten, als Figur in Bayreuth aufzutreten. Doch wer spielt wen?
Die Rheinische Post hat ein schwach politisches Opern-Auswahlverfahren von Baerbock über Laschet und Söder bis zu Steinmeier und weiteren politischen Koryphäen aufgelegt, die eine Rolle spielen wollen. Der Kommunikationsdesigner Martin Ferl hat die Bilder montiert. Die Texte unter den Bildern sind die Wahlkampfwürze und schmecken bitter bis süß; sie zeugen von intelektueller Schärfe. Schande jedoch über denjenigen oder diejenige, die Böses in der geschriebenen Sprache zu erkennen glaubt.

Als Beispiel unter Bild 11 von 12:

Angela Merkel Die noch amtierende Kanzlerin ist die Urmutter Erda aus den beiden Opern „Rheingold“ und „Siegfried“. Wenn sie auftaucht, meistens wie eine Unerwartete, wird Klartext geredet. Sie sieht das Ende sehr präzise kommen: „Höre! Höre! Höre! Alles, was ist, endet!“ Welches Ende sie genau meint (große Koalition, Tourismusverband Uckermark, Freundschaft mit Putin), wird aus ihren raunenden Worten nicht klar. Die Klänge um sie herum künden von Trauer, aber auch von höherem Wissen, wie die Dinge wirklich zu regeln sind. Kein Wunder: Wenn jemand Erfahrung mit Überlängen hat, dann sie. Der vierteilige „Ring des Nibelungen“ dauert 16 Stunden, ihre vierteilige Kanzlerschaft währt 16 Jahre. In Bayreuth zählt sie eh schon zum Inventar.“

Eher unpolitische Menschen mögen die Bilder als lustig empfinden. Politisch denkende Bürgerinnen und Bürger finden die Gründe zum Schmunzeln leicht heraus.

Der Zugang zur kompletten Bilderserie hier!

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