(Fast) alles wird ihnen verziehen

Die Amigos aus Bayern wissen wie’s geht!

Es reißt nicht ab, Corona schafft neue Millionäre und steigert die Millionen derer, die es schon sind; kurz gesagt: Die Unersättlichen.
Ich lasse die Scheinheiligen von der CDU hier mal außen vor und nenne die derzeit bekannten Akteure in der CSU, die den Hals nicht voll kriegen. Neu hinzugekommen zu den Unersättlichen ist nun die Tochter eines früheren Amigos, Gerold Tandler, der auch im Alter noch die Fährte legen könnte.
tagesschau.de berichtete am 19.04.2021:
Die Gruppe um die CSU-Politiker Nüsslein und Sauter sollte für die Vermittlung von FFP2-Masken insgesamt 11,5 Millionen Euro Provision erhalten – laut WDR, NDR und SZ doppelt soviel wie bislang bekannt.

Das ist eigertlich schon alles bekannt – sollte man meinen. Bis dahin ja!

Ein Foto von der Leipziger Frühjahrsmesse 1987 Begegnungen von l.n.r.: Alexander Schalck-Golodkowski (ehemals DDR), Gerold Tandler (Amigo) Günter Mittag (ehmals DDR), Franz Josef Strauß (Oberamigo), Theo Waigel (Amigo) und ErichHonecker (ehemals DDR) Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0226-315 / Mittelstädt, Rainer / CC-BY-SA 3.0

Nach den CSU-Politikern Nüsslein und Sauter, die unmittelbar das Amigo-Image pflegten, kommt nun der Name Tandler (Amigo von früher) in die Schlagzeilen. Nicht Gerold Tandler persönlich, aber seine Tochter öffnet das mittelbare Amigo-Umfeld für sich.
Mit beteiligt am Tandler-Deal, wie könnte es anders sein, Monika Hohlmeier, Tochter des legendären Franz-Josef Strauß, die von ihrer Position als Europaabgeordnete ihr Unwesen treibt.

Die Meldung auf tagesschau.de vom 07.05.2021, die wiederum über das Amigo-Minenfeld berichtet, ist mir erst heute ins Blickfeld gerückt.
Überschrieben mit „Millionen-Honorar für Andrea Tandler“ heißt es im Rubrum des Artikels:
Als zwei Schweizer Jungunternehmer Kontakte in deutsche Ministerien suchten, half ihnen die Tochter des Ex-CSU-Politikers Tandler. Nach Informationen von WDR, NDR und SZ bekam sie dafür viele Millionen Euro.

Man sollte den Wikipedia-Artikel zu Gerold Tandler, ehemaliger deutscher Politiker der CSU, aufmerksam lesen, um dem wahren Gehalt einer bekannten Redewendung: „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ zu erfassen.
Die Redewendung selbst darf man als bestätigte Überlieferung deuten. In einer literarischen Fundstelle habe ich die passende Erläuterung gefunden, dass Kinder sich ähnlich verhalten oder für die gleichen Dinge interessieren wie ihre Eltern, da sie schließlich ähnliches Erbgut in sich tragen.
Das auch als Sprichwort einzuordnende Wortspiel folgt Überlieferungen aus der menschlichen Erfahrungsgeschichte und befasst sich bis heute mit der Kontroverse, ob der Mensch mehr durch die Gene oder durch seine Umwelt geprägt ist. Richtig, so darf vermutet werden, sind sowohl Gene als auch Umwelt (Umfeld).

Typen wie Franz-Josef Strauß, Edmund Stoiber und beinahe Markus Söder als deutsche Bundeskanzler? Für mich unvorstellbar. Armin Laschet und Annalena Baerbock auch nicht das Gelbe vom Ei. Bleibt also Olaf Scholz, der von seinen Genossinnen und Genossen der SPD am Sonntag mit 97 Prozent Zustimmung endgültig von den Parteitags-Delegierten zum Kanzlerkandidaten gekürt wurde. Ob er das kann, hat SPIEGEL-Online in einem Kommentar von Konstantin von Hammerstein mit dem Titel: König Olaf und die Zwerge beleuchtet. Was die Zwerge zu bedeuten haben, könnte an der 15-Prozent-Zustimmung bei den Umfragewerten der Sozialdemokraten zu suchen sein.
Es bleibt die Hoffnung, dass es nicht MNS-Masken sind, die auch der SPD die Suppe versalzen.

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