Scheitern vorprogramiert?

Rot-Rot-Grün – Die Tabu-Koalition

Markus Feldenkirchen – Journalist, Schriftsteller und Kenner der politischen Szene in Deutschland. In seinem lesenswerten Buch DIE SCHULZ STORY, beschreibt er „Ein Jahr zwischen Höhenflug und Absturz“. Das darf der SPD nicht nocheinmal widerfahren. Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 , Wikipedia

Es gibt Ausnahmejournalisten, deren Ernsthaftigkeit in ihren Aussagen und Pressestatements man grundsätzlich zustimmen kann. Markus Feldenkirchen zählt zu den Wenigen in der deutschen Medien- und Verlagslandschaft, denen man dieses Prädikat anheften darf. Journalist und Schriftsteller sind verschiedene Berufe, die nicht nur zu tagesaktuellen Vorgängen etwas zu sagen haben; als Schriftsteller muss sich Feldenkirchen darauf besinnen, alltagsflüchtige Dinge, wie sie die Medien tagtäglich produzieren, gegenüber nachdenkenswertem Zeitgeschehen hintanzustellen.

Nicht von ungefähr ist er in der deutschen Medienpräsenz einer der gesuchten Politikanalytiker, dessen „Erklärungen“ durch überzeugende Argumentationen gekennzeichnet sind.

Aktuell zur Bundestagswahl am nächsten Sonntag und zu der möglichen Gegebenheit eines Politikwechsels in Deutschland ist seine Kolumne in DER SPIEGEL 37/2021, Die Tabu-Koalition eine der aufschlussreichsten Eröffnungen einer Debatte zu Rot-Rot-Grün. Allein der Auftakt der Kolumne:

„Wenn Wahlprogramme kein Beitrag zur Bürgerverdummung sein sollen, dann verstehe ich den verschwurbelten Umgang von SPD und Grünen mit der Linken nicht,“

reißt aus der allgemeinen Verwirrung heraus und erklärt in überzeugender Art und Weise, was tatsächlich hinter der Abwehrfront gegen Rot-Rot-Grün zu suchen ist.

Eine äußerst bemerkenswerte Feststellung von Markus Feldenkirchen findet sich im zweiten Absatz der Kolumne:

Mit der Linken hätten SPD und Grüne weit mehr Gemeinsamkeiten als in einer Ampelkoalition mit der FDP.

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