Was geht die Amis unsere Gasversorgung an? Nichts!

NachDenkSeiten-Chef Albrecht Müller hat die rechten Worte verwendet

… und schreibt auch warum das die Amis nichts angeht.

Das Thema ist in diesem meinem Blog voraussichtlich das letzte in der laufenden Ferienzeit. Die Sendepause sollte schon nach dem letzten Blogbeitrag beginnen; aber diese „Glanznummer“ deutscher US-treuer Politiker und Medien, die in den Erfolgsmeldungen schwelgen und der US-Administration tiefste Dankbarkeit und Ergebenheit zollen, rufe ich die deutschen Narrenrufe Helau und Alaaf hinterher.

Die eher lächerlichen Bedingungen, die Deutschland nun gegenüber der Ukraine und Russland zu erfüllen hat, sind angesichts des Milliardenkontraktes für US-Fracking-Gas Terminals an den deutschen Küsten der blanke Hohn.

Wir haben fertig! Bild: Screenshot Phoenix

Die Kanzlerin begrüßt das Ende des jahrelangen Konflikts mit den USA wegen Nord Stream 2 als letzte Erfolgsmeldung ihrer auslaufenden Kanzlerschaft. Bedenken, dass Russland im bisherigen Gas-Transitland Ukraine wieder militärisch aktiv werden könne, zerstreut sie (!).

Was geht die Amis unsere Gasversorgung an? Nichts!

In dem auch als Audio-Podcast verfügbaren NDS-Beitrag lässt Albrecht Müller alle zu Wort kommen. Sein Schlussstatement hat es in sich.

Das politische Resümme von Albrecht Müller:
„Es gibt keinen Zweifel daran, dass wir in einem abhängigen und im Kern nicht souveränen Land leben. Wir sind nicht frei in unserer Außen-, Sicherheits- und auch nicht in der Energiepolitik. Das bisschen Freiheit, das wir haben, müssen wir uns teuer erkaufen – wie im konkreten Fall des Umgangs mit der Ostsee-Pipeline und dem damit verbundenen finanziellen und diplomatischen Sondereinsatz für die Interessen der Ukraine.
Zum Schluss komme ich zurück auf das eigentliche Anliegen dieses Artikels: Ich möchte Sie, liebe Leserinnen und Leser, dazu ermuntern, radikal – und eigentlich normal – zu fragen: Was geht die USA unsere Gasversorgung an?
Lassen Sie sich nicht auf Nebenkriegsschauplätze abdrängen. Es geht um unsere Souveränität. Und im konkreten Fall geht es auch um Krieg oder Frieden.“

Der Rückblick im Phoenix-Video – ein Film von Michael Krons und Kristian Wiegand
Wer es nochmal genauer wissen will, kann in der Konserve (Video) die Akteure miterleben, die über ein Jahrzehnt lang sowohl Wissen als auch Unwissen zu Nord Stream 2 offenbarten. Aber auch die Schwadroneure kommen zu Wort, die noch sabbeln, wenn das Gas schon fließt.

Ein letzter Blick auf die beiden beteiligten russischen Verlegeschiffe „Akademik Tscherski“ (oben) und „Fortuna“, die nach den US-Sanktionen gegen das Schweizer Rohrverlegungsunternehmen Allseas eingesetzt wurden. Fotos: „Akademik Tscherski“ Screenshot NDR, „Fortuna“ Wikipedia

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