Bertold Brecht und der Umgang mit der Wahrheit

Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit

Bertolt Brecht (auch Bert Brecht; * 10. Februar 1898 als Eugen Berthold Friedrich Brecht in Augsburg; † 14. August 1956 in Ost-Berlin) war ein einflussreicher deutscher Dramatiker, Librettist und Lyriker des 20. Jahrhunderts.

Diese fünf Schwierigkeiten stachen mir ins Auge; es war die Überschrift eines Artikels der Bertold Brecht als Autor zugeschrieben ist. Gefunden und gelesen im Newsletter von gewerkschaftsforum.de. Mein anfängliches Misstrauen ob der Autorenangabe löste sich auf, nachdem ich die Quellenangabe am Ende des philosophisch zeitkritischen Textes gelesen hatte: Quelle: Bertolt Brecht, Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit, Paris 1938. Brecht, der während seiner Flucht vor den Nazis vorübergehend in Paris lebte, hatte diese Schrift zur Verbreitung in Hitler-Deutschland verfasst. Sie wird heute als Sonderdruck der antifaschistischen DKP-Zeitschrift „Unsere Zeit“, herausgegeben vom „Schutzverband Deutscher Schriftsteller.“

Kurzgefasste Wahrheitsdefinition von Berthold Brecht.

Wenn ich einen eigenen Horizont zu der Überschrift von Bert Brechts „Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit“ denken soll, dann ist der angenomme Weg zu den derzeitigen Turbulenzen in Europa, Deutschland, Russland und Ukraine die naheliegende Vorlage.

Die Wahrheiten in den uns zugemuteten Nachrichten der Leitmedien – die sich auch als sogenannte Qualitätsmedien verstehen – sind alles andere als wahrheitsgetreu; sie sind oft als Verhöhnung der Leser- und Zuschauerschaft gut beschrieben.

Die besten Beweise und größten Widersprüche der täglichen Nachrichtenflut ergeben sich einerseits aus den TV-Nachrichten und Kommentaren zum Ukraine-Konflikt und dann, tags später die ebenso qualitätsfreie Wiedergabe in den oben genannten gedruckten Leit- bzw. Qualitätsmedien.

Im Gegensatz zu den mehr oder weniger ausgeprägten und eher aufgedrängten Abfolgen der Nachrichtensendungen sind die seriösen Plattformen wie die deutschen „NachDenkSeiten“ und die schweizerische „INFOsperber“ die Fundgruben für verlagsfreie und authentische Berichterstattungen freier Journalisten. Sie zu lesen, ist beruhigend, denn nach eigenem Erachten wahrheitsgetreu.

Albrecht Müller, Bild NDS
Richard Sakwa. Bild: Wikimedia, Urheber Jwh

Siehe hierNachDenkSeiten-Chef Albrecht Müller schreibt hier aus dem Kapitel II.8 seines Buches „DIE REVOLUTION IST FÄLLIG“ die Analogie dessen, was heute offenbar nicht mehr sein darf bzw. kann.

INFOsperber lüftet hier mit dem Beitrag des britische Russland- und Ukraine-Kenners Richard Sakwa Tatsachen, die vermutlich viele kennen, aber lieber schweigen. Titel des Artikels: «Bidens Eskalation mit Russland ist ein entsetzliches Konzept»

Aktuell und auch interessant – Proteste gegen die Münchener Sicherheitskonferenz: Friedensbewegung für Abrüstung und Entspannung

Letzte Meldung von heute 21.02.2022 bei INFOsperber

Hoffnung: USA für Verhandlung über Abzug von US-Soldaten bereit
Im Kriegsgerede an der Münchner Konferenz ging es fast unter: US-Aussenminister Blinken bot Vereinbarung über Rüstungskontrolle an.

Das Fazit auf INFOsperber zu dieser letzten Meldung:
„Vielleicht wäre es schlauer gewesen, dieses westliche Angebot auf offener Bühne und in großer Klarheit zu präsentieren, anstatt es in einem Interview zu verstecken, zugänglich nur für sicherheitspolitische Feinschmecker. Im Getöse der Kriegstrommeln gehen die feineren Töne schnell unter. Die Medien ihrerseits täten gut daran, sich in dieser angespannten Situation nicht als Trommler des Krieges, sondern als Seismografen der Vernunft zu betätigen. Der große Krieg, das weiß heute jedes Kind, beginnt nicht mit dem ersten Schuss, sondern beginnt mit dem lustvollen Schüren von Kriegsbereitschaft im Namen der Wahrheit.“

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3 Antworten zu Bertold Brecht und der Umgang mit der Wahrheit

  1. Alfons Maximini sagt:

    Was für erbärmliche Marionetten, die im Halbrund im Kreml im gebührenden Abstand ( wie in einem Zirkus) vor Putin sitzen und einer nach dem anderen mit unsicherer Miene ihrem Herrn suggerieren müssen, dass die geklauten Separatistengebiete als russische Volksrepubliken anzuerkennen sind. Was für ein unwürdiges Theater, das dem russischen Volk vorgeführt wird. Das hat das russische Volk nicht verdient. Wären doch alle wichtigen Entscheidungen so volksnah und transparent dargestellt. Lächerlich – als würden die Spitzenbeamten der Geheimdienste öffentlich ihre Einschätzungen in aller Öffentlichkeit preis geben. Was für ein Personenkult. Was für eine Inszenierung. Diktatur in Reinkultur.

  2. Alfons Maximini sagt:

    „Wer die Wahrheit nicht weiss,…….“ trifft voll auch auf Putin zu. Es geht doch nur um seine verletzte Eitelkeit.

    • Egon Sommer sagt:

      Auch heutzutage hätte Bertold Brecht nicht an Putin und Russland gedacht. Auch ich als Blogger habe andere im Sinn, wenn es um Wahrheit geht!

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