Die einfachen Menschen wollen Frieden – kriegsgeil sind nur die Eliten

Frank Blenz – Gastautor bei den NachDenkSeiten (NDS) gibt Hinweise auf allumfassende Friedensinitiativen für die Ukraine

Zu den im Kopf dieses Blogs genannten „einfachen Menschen“ zähle ich mich selbst ohne wenn und aber. Dies insbesondere deshalb, weil aus dem in der Überschrift verwendeten Titel meine eigene Entsprechung zur Beendigung des kriegerischen Ukraine-Konfliktes deutlich heraus leuchtete. Dabei ist der in meinem Blog vom 23. Mai 2022 – Ein Plan, der ohne die USA funktionieren könnte – der „Plan“ den der italienischen Außeministers vor gut zwei Wochen bereits formuliert hatte. Frank Blenz erklärt ihn umfassender.

Frank Blenz‘ zahlreiche Beiträge bei den NachDenkSeiten (NDS) haben mich aktuell mit einem außergewöhnlichen Gastbeitrag vereinnahmt, den ich mit größter Aufmerksamkeit gelesen und als richtungsweisende Friedensidee empfinde.
Bei der Internetrecherche zu Frank Blenz erschien als erster Hinweis die SPD-Mitgliederzeitung „vorwärts“ mit frühen Artikeln des Autors Frank Blenz. Dass bereits 2010 hier auch die NachDenkSeiten mit im Autorenspiel waren, erstaunte mich schon, weil die sozialdemokratische und sozialliberale Einstellung von Blenz auf meiner publizistischen Erwartungsebene lag. Die fünfzehn von Frank Blenz beim „vorwörts“ verfassten und veröffentlichten Artikel entsprachen der echten sozialdemokratischen Verfasstheit. Die fünfzehn aufgefundenen und profunden Vorwärts-Artikel verschwinden jedoch fast unter den über 160 NDS-Artikeln aus der Feder von Blenz. Grund genug, auch den aktuellen Beitrag von Blenz bei den NDS in meinem Blog zu öffnen.

Ich nehme mir hier die Freiheit, den bei den NDS veröffentlichten und verlinkungsfähigen Artikel auch hier im Blog direkt wiederzugeben, zu Mal, weil es bei den NachDenkSeiten keine Nachteile entstehen lässt und die Besucher meines Blogs direkt lesen und herunterladen können.

Frank Blenz benennt sein Essay als Polemik. Wenn er das, wie es die Erklärung des Begriffes als „scharfer, oft persönlicher Angriff ohne sachliche Argumente im Rahmen einer Auseinandersetzung versteht, widerspreche ich zu seinen Gunsten, denn die Grenzen von Polemik zu Fakten sind im vorliegenden Sachverhalt eines Krieges eng miteinander verknüpft.

Das Symbolfoto ist eine Eigenanfertigung, angelehnt an das NDS-Artikelbildes über dem Beitrag des Autors. Bild: Pixabay

Die NachDenkSeiten leiten den Blenz-Artikel, der als Appell zu verstehenden ist, wie folgt ein:

Kurt Tucholsky würde heute wieder, wie zu seinen Lebenszeiten, fragen: „Merkt Ihr nischt?“ Dieser Frage müssen wir uns stellen. Die Antwort muss lauten: Doch, wir merken, was los ist, was der Plan ist, auf alle Fälle keiner, der uns vielen Menschen gut tut. Die Zeitung aufgeschlagen, den Fernsehsender eingestellt, das Radio angeschaltet, schon ist zu vernehmen, überall in diesen Medien herrscht wilder Trommelwirbel, heftig wird für Aufrüstung, für Eskalation, gegen Entspannung und gegen Verständigung getrommelt. Schlimmerweise es ist so, dass dementgegen das Wort Frieden nicht inflationär und heftig ausgerufen würde. Aber es muss herausgeschrien werden, seiner Umsetzung Nachdruck verliehen werden. Eine Polemik von Frank Blenz.

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2 Antworten zu Die einfachen Menschen wollen Frieden – kriegsgeil sind nur die Eliten

  1. Alfons Maximini sagt:

    Putin der Kriegsverbrecher
    Seit dem 24. Febr. 2022, muss die Welt einen nie einzuschätzenden
    Angriffskrieg Russlands gegen seine „Bruderstaat“ Ukraine erleben. Mit einer hasserfüllten Steinzeitphilosophierede im Fernsehen an die Westliche Welt und mit brachialer, verbrecherischer Gewalt wird ein Land mit Krieg überzogen. Darin wird klar, dass Putin nicht nur die Ukraine einnehmen will sondern erklärt auch den Hass auf die gesamte westliche Ideologie und die freie liberale und demokratische Welt. Putin will zurück zur Zaren- bzw. Stalinzeit. Unglaublich.
    Putin hat sich vor seinem hinterhältigen und feigen Angriffskrieg zumindest den theoretischen Beistand des großen Chinesichen Bruders Xi Jing Pin versichert. Ein noch gefährlicherer Schurkenstaat als Russland wie ich meine.
    Tausende Menschen sind mittlerweile für dieses pathologische Unrecht gestorben. Die Menschen in Russland werden durch die russ. Propagandamedien gleichgeschaltet und informiert, es handele sich um eine Spezialoperation. Perfide Erklärungen von Putin und seinem treuen Vasallen Lawrow stellen die verbrecherischen Handlungen auf den Kopf.
    An anderer Stelle habe ich schon einmal gesagt: Das Russische Volk sei sehr leidensfähig. Und wenn der Russe an etwas glaubt, so ist es an seine Armee. Sämtliche innerrussische Kritiker sind vorher eingekerkert, umgebracht oder mundtot gemacht worden. Liberalität ist in Putins Russland ein Fremdwort.
    Unverhohlen droht Putin dem demokratischen Westen mit dem Einsatz von Atomwaffen. Und der Westen in Form der NATO kann nur mit angezogener Handbremse den Ukrainern Waffen zur Verteidigung zubilligen.
    Mir ist nun klar geworden was in Putins Kopf herumschwurbelt:
    Schon Obama bezeichnete Russland als Regionalmacht – dies eine für Putin nicht hinnehmbare Beleidigung, die sich auch in seinen Großmachtgedanken und seinem Handeln widerspiegeln. Er möchte diesen gesamten westlichen und dekadenten Kontinent unter seiner Führung unterjochen, so dass weltweit nur noch drei große Machtblöcke übrigbleiben. Und das sind : China – Russland – USA. Damit wäre er auf Augenhöhe mit den zwei mächtigsten Atommächten der Welt.
    Frieden, Freiheit, Demokratie, Liberalität, Vielfalt, Pressefreiheit war ihm immer schon ein Dorn im Auge. Und so wird es auch nicht bei der Ukraine bleiben. Sämtliche – zumindest ehemalige Sowjetrepubliken möchte er Schritt für Schritt wieder in ein Großreich Russ einverleiben. Deshalb müssen die westlichen Staaten Abschied nehmen von einem friedlichen Nebeneinander. Militärische Strategien, Bewaffnung, Militärbündnisse, Kopfzahl der Soldaten, Abwehrsysteme aller Art, usw. usw. die wir im Westen längst in der Priorität nach hinten verlagert haben, kommen wie Phönix aus der Asche wieder aktuell auf die Tagesordnungen der Westlichen Staaten. Das 2% Verteidigungskontingent der NATO wird sich weiterhin nach oben bewegen. Die gesamte Friedensordnung in Europa wird sich ändern. Und das geht zu Lasten der Sozial- und Friedenspolitik der vergangenen Tage. Und nur weil ein krankes Gehirn eine an sich friedliebende aber gleich geschaltete Nation belügt und unterdrückt. Die Oligarchen werden weiterhin gestärkt und sind die Profiteure.
    Aber wie verhandelt man mit einem uneinsichtigen, unerbittlichen, kranken Psychopaten, der unsere liberalen Werte und Friedensabsichten als Schwäche wahrnimmt?
    Es wird ein Tanz auf dem heißen Vulkan.

    Eigentlich wollte ich auf Putinversteher nicht mehr antworten. Dennoch muss ich nicht jede Suche nach Verursacher dieses Angriffskrieges unwidersprochen hinnehmen.

  2. peter trauden sagt:

    Wieder ein leidenschaftlich friedensbeseelter, der nicht begreift, dass zum Frieden gehört, nicht überfallen, nicht bombardiert, nicht ermordet, nicht vertrieben zu werden.
    Einer, der mitbekommen haben dürfte, dass nach der Annexion der Krim genau das gemacht wurde, was er in seiner Polemik fordert – es wurde verhandelt, verhandelt, verhandelt. Gebracht hat es nichts. Wenn ein Aggressor Verhandlungen als Schwäche abtut und sie nur führt, um irgendetwas zu gewinnen, seine Macht, seinen Einfluss zu vergrößern, dann gibt es zur Erlangung von Frieden zwei Möglichkeiten: 1. Der Überfallene ergibt sich oder 2. er wehrt sich und kämpft mit dem Ziel, wieder in Frieden leben zu können.
    Wer diejenigen, die nun mit Gewalt versuchen, dem Verbrecher Putin Einhalt zu gebieten, als die eigentlichen Kriegstreiber darstellt und – seinen – Frieden über alles andere stellt, macht es gewissenlosen Machthungrigen sehr leicht.
    Die Begriffe „besiegen“ und „bestrafen“ sozusagen als unmoralisch darzustellen, zeugt von der Unbedarftheit des Autors.
    Sollen denn die Aggressoren unbesiegt und unbestraft bleiben? Die Beendigung des 2. Weltkriegs mit der Niederlage Deutschlands und die anschließenden Nürnberger Prozesse wären demnach ein höchst unmoralisches Unterfangen
    gewesen.
    Sich derart einseitig und feige auf Kosten der Überfallenen auf die Seite derer zu stellen, die öffentlichkeitswirksam unbedingt zu den „Guten“ gehören wollen, empfinde ich, der „einfache Bürger“ als höchst widerwärtig.
    Die westlichen Staaten als Kriegstreiber hinzustellen und gleichzeitig den 4-Punkte-Plan Italiens als die gebotene Alternative anzubieten, entlarvt Herrn Blenz vollends, wenn er – ganz nebenbei – erwähnt, dass dieser in Abstimmung mit den G 7 – Staaten erstellt wurde.

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