Zwangslandung in Belarus – Ein Stöckchen zum Drüberspringen

Wie westliche Politik und Medien die Menschen veralbern

Sowas hat als Fressen für die westlichen Politiker und besonders für die westlichen Leitmedien gerade noch gefehlt. Der weißrussische „Staatsterrorist“ Lukaschenko, wie ihn westliche Medien brandmarken, hat eine Untat begangen, die alles bisherige übertrifft. Jedenfalls ist das für die nächsten Wochen wieder Mal Thema in den West-Gazetten.
Viele Besucher meines Blogs werden es u.a. aus der heutigen Ausgabe des Trierischen Volksfreundes erfahren haben, was in Minsk geschehen ist. Auch das Fernsehen hat sein Urteil schon einen Tag früher mit der höchsten Protestnote verkündet. Dass man jedoch alles ausblendet, was auch nur annähernd nach Parallelität in der westlichen Hemisphäre riecht, wird verschwiegen.

Ryanair-Maschine nach der Zwangslandung in Minsk. Bild: Screenshot Youtube-Video, ARD 24-Nachrichten

Trierischer Volksfreund: Europa, Belarus und eine „deutliche Antwort“

Im Rubrum heißt es: „In Minsk zwingt Machhaber Lukaschenko ein Flugzeug zur Landung und lässt einen Gegner festnehmen. Die EU ist empört – und entschlossen“

Wenn einem dann im Volksfreund auch noch das Geschnorre des Alexander Graf Lambsdorf aufgedrängt wird, dann ist das westliche Urteil abgerundet. Dass hierbei auch noch die Russland-Phobie durchdringt, ist bei diesem Politiksprech die Regel.

Die NachDenkSeiten (NDS)

Wobei wir wieder dort angelangt sind, wo die Berichterstattung wieder den unverblümten Tatsachen entspricht. Jens Berger von den NachDenkSeiten von heute leitet den Hauptartikel zum Thema so ein:

„Die mediale und politische Aufregung über die erzwungene Zwischenlandung eines Ryanair-Jets im weißrussischen Minsk kennt keine Grenzen. CDU-Politiker Norbert Röttgen spricht von „einem unfassbaren Fall Staatsterrorismus“, die EU bereitet bereits Sanktionen gegen Weißrussland vor. Das Hyperventilieren erstaunt. Als die USA 2013 Druck auf EU-Staaten ausübten, um das Dienstflugzeug des bolivianischen Präsidenten Morales zu einer Landung in Wien zu zwingen, um den an Bord vermuteten US-Dissidenten Edward Snowden zu inhaftieren, blieb jeglicher Protest aus. Stille herrschte auch nach einem vergleichbaren Fall im Jahre 2016, als die Ukraine ein Flugzeug zur Landung zwang und einen sich an Bord befindlichen Maidan-Kritiker festnahm.“
Hier weiterlesen!

Wer darüber hinaus noch mehr wissen und die westliche Vergangenheit im gleichen Zusammenhang mit erzwungenen Landungen auf westlicher Seite nachlesen will, findet bei den „Hinweisen des Tage“ von heute, 25.05.2021, weitere hochinteressante Ergebnisse.

Doppelstandards am europäischen Himmel

heißt es auf Telepolis – einem heise-Angebot, das den trögen Alltagsberichterstattungen zusätzlich durch Klarheit und Neutralität entgegenwirkt.

Zum Schluss noch ein ein „höchst qualifizierter“ Beitrag des bundesdeutschen Ober-Außen-Politikers Röttgen (CDU). In dem bereits oben in der Bildunterschrift verlinkten Video ab der 12:08 Minute ist der wie immer bei Röttgen qualitativ hochwertige Kommentar zu hören; so durchdringend wie das Wort zum Sonntag. Man kann auch darauf verzichten, ohne etwas zu versäumen.

Die markigen Worte des deutschen Spitzen-Außenpolitikes Norbert Röttgen sind zu hören und zu sehen ab der 12:08 Minute im Youtube-Video, ARD 24-Nachrichten. Siehe Bild oben..

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