Er rückt den amtierenden deutschen Bundeskanzler plötzlich in den Hauptstrom deutscher und internationaler Medien
Auf der Plattform X warf Araghtchi dem Kanzler „politische Naivität“ und einen „widerwärtigen Charakter“ vor.
Bei dieser Meldung des Tages musste selbst der regionale Trierische Volksfreund heute mithalten und verkündete die Nachricht in großen Lettern.

Dem deutschen Kanzler „politische Naivität“ zu unterstellen, ist hierzulande je nach Parteibuch nicht unbedingt eine Beschimpfung, eher zu verstehen als ein Mangel an politischem Realismus. Insbesondere deutsche Arbeitnehmer reiben sich an Merz‘ Worten auf, mehr arbeiten zu müssen. Und das vor dem Hintergrund allgemein verfehlter Politik, die aber nicht nur Merz anzulasten ist, sondern auch seinem schmallippigen Vorgänger Scholz.
Die Prominenz des iranischen Außenministers gibt aber der Feststellung des „widerwärtigen Charakter“ die absolut außergewöhnlich undiplomatische Note.
Es bleibt abzuwarten, was die deutsche Medienlandschaft – außer der breit angelegten Verkündungskampagne – aus dem Urteil des iranischen Chefdiplomaten nun herleitet.
Als Verfasser dieser Blognachricht erlaube ich mir ausdrücklich keine abweichende Meinung bzw. Stellungnahme zu den Anwürfen des iranischen Außenministers auf X, vormals Twitter 😬.
