Oskar Lafontaines Mantra ist ein überdeutlicher Hinweis auf das immer tiefer trudelnde politische Deutschland
Vorschaubild: Passend zu NDS-Artikelbild von Oskar Lafontaine, Skulptur Johann Wolfgang von Goethe an der Semperoper Dresden
Auch heute gibt es noch politische Blasensprecher, die den anerkannten Vollblutpolitiker Lafontaine als Verräter bezeichnen mögen, obwohl sie es im Grunde besser wissen sollten. Vermutlich haben diese Blasensprecher immer noch nicht begriffen, was z.B. den Niedergang der SPD herbeigeführt hat. Sie verleugnen ihren Geist und sind deshalb als arm im Geiste zu benennen. Sie sollten den nachfolgend verlinkten Artikel besser nicht lesen, weil das wegen Uneinsichtigkeit ihrer Gesundheit schaden kann.

Bei den NachDenkSeiten (NDS) – wo sonst – werden solch brisante Artikel aus der Feder des erfahrendsten politischen Profis für die Öffentlichkeit zugänglich.
Beim Lesen des Lafontaine-Artikels bei den NDS wird überdeutlich, weshalb deutsche Leitmedien Oskar Lafontaine niemals (oder heutzutage nicht mehr) den Platz einräumen, harte Wahrheiten aktueller deutscher Politik der breiten Öffentlichkeit zugänglich aufzubereiten.
Auch die schweizerische Die Weltwoche hat es getan; leider für die Allgemeinheit hinter der Bezahlsperre. Aber dafür haben wir nun mal in Deutschland das Medium NachDenkSeiten (NDS) ohne Bezahlsperre.
Oskars Eingangsstatement und der Schlussabsatz im Artikel vom 10. November 2025 müsste alle, die ihn lesen, aufrütteln und den Blick hinter die faden politischen Berichterstattungen der Leitmedien schärfen.
So beginnt Lafontaines Sicht auf das politische Deutschland der Jetztzeit:
Die ängstlichen Vasallen in Berlin
Zu allem Überfluss hat die Bundesregierung immer noch nicht bemerkt, dass die Vereinigten Staaten in Deutschland einen Konkurrenten sehen, den es zu schwächen gilt, durch hohe Energiepreise, erschwerten Zugang zu Rohstoffen und die Behinderung des Handels mit China. Und damit die Deindustrialisierung auch wirklich gelingt, zerstörten die USA mit Unterstützung der Ukraine, Polens und der baltischen Staaten Deutschlands wichtigste Energieleitung, Nord Stream. Die ängstlichen Vasallen in Berlin haben nicht den Mut, dagegen aufzustehen, diesen Terrorakt aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Und zwischen beiden Abschnitten beschreibt Oskar die Dinge, die man als schlimme Halbwahrheiten bis zu Lügengebilden der Leitmedienzunft apostrophieren kann.
Im Endteil seines Artikels meint Lafontaine:
Picasso als Zeichenlehrer
Zurzeit überprüfen immer mehr Länder Bewerber auf ihre Verfassungstreue. Als ich 1985 Ministerpräsident des Saarlandes wurde, habe ich den Radikalenerlass, der damals verhindern sollte, dass Kommunisten Lehrer wurden, sofort abgeschafft. Ich hätte Pablo Picasso nicht als Zeichenlehrer beschäftigen können. Wie pervers das Denken manchmal ist, zeigt auch die Gewissensüberprüfung der Kriegsdienstverweigerer. Müsste man nicht das Gewissen derer überprüfen, die sich in den Krieg schicken lassen, um Menschen, die sie nicht kennen, zu töten? Und wenn schon, wäre es dann nicht auch gerechtfertigt, die neuen Kriegstreiber aus dem öffentlichen Dienst fernzuhalten? Sie sind nämlich nach Paragraf 26 des Grundgesetzes, der die Vorbereitung eines Angriffskrieges unter Strafe stellt, nicht nur Feinde unserer Verfassung, sondern, was viel schlimmer ist, Feinde des Lebens.
Und so endet der NDS-Beitrag fast als Gleichnis:
Hier nun der gesamte Text, den man auch mit „Für alle, die sich noch eigene Gedanken machen“, überschreiben könnte:
Land der Dichter und Denker? Das war einmal
Am Rande bemerkt: Bundesregierung stockt Ukraine-Hilfe 2026 auf 11,5 Milliarden Euro auf
Versuchen Sie mal die unter dem Weltwoche-Artikel mögliche Abstimmungsuhr zu fragen nach:
1. Ja, die Ukraine braucht weiterhin starke Unterstützung und/oder
2. Nein, das Geld wird in Deutschland dringender gebraucht
