„Die Ukraine braucht … schwere Waffen. Jetzt ist keine Zeit für Ausreden …“

ARD Tagesschau: Das Info-Fastfood mit US-Kriegswürze schmeckt, wie wenn man die Zunge zum Fenster raushängt“

Volker Bräutigam – deutscher Journalist und Publizist. Er war Nachrichtenredakteur der Tagesschau; heute u.a. bei Rubikon.
Foto: Volker Bräutigam privat
Friedhelm Klinkhammer – Jurist und Publizist. Die nervende Mücke im öffentlich-rechtlichen Schlaf-zimmer. Foto: F. Klinkhammer privat

Die Bundesaußenministerin hat ihre Verschwörung zum geflügelten Satz erhoben. Die Schar der populistischen Mitflieger ist groß, aber nicht alle wollen mitfliegen. Und schon gar nicht die beiden populären Autoren Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam, die den Medien, hier besonders der ARD Tagesschau den Zerrspiegel ihrer Berichterstattung vorhalten. Sie eröffnen ihre Sichtweise wie folgt:

„Das Info-Fastfood mit US-Kriegswürze schmeckt, wie wenn man die Zunge zum Fenster raushängt. Die ARD-Tagesschau hat die meisten Zuschauer. McDonald’s hat die meisten Besucher. Das Erfolgsrezept: Fastfood. Es macht denkfaul, fett und satt. Ist allerdings gesundheitsschädlich, mental und physisch. Besonders der aktuelle McTagesschau-Billigburger, die antirussische Kriegshetze in blau-gelber Verpackung, ist zum Speien. Das Angebot füllt aber seit Wochen gut die Hälfte der gesamten Sendezeit. Als Nachspeise folgt ein „ARD-Brennpunkt“ dem anderen, der mediale Druck/Dreck will nur das Eine: Deutschland soll sich noch mehr als bisher für die Ukraine verausgaben. „Schwere Waffen her“, bölken Baerbock, Habeck & Co., „Panzer und Artillerie!“. Im verbalen Vabanque spielt die Bundesregierung ganz vorne. Zwangsläufig sinkt die Reizschwelle für einen atomaren russischen Gegenschlag. Und die Anglo-Amis freuen sich über ihre dummen Deutschen, die bereit sind, ihr Land zum Schlachtfeld machen zu lassen. Mehr noch als die Polen – und das will was heißen.“

Die ARD-aktuell erkennt nicht ihre Mitschuld an dem kollektiven Hirnriss, der Waffenlieferungen an Kriegsparteien für vernünftig hält. In der kriegsgeilen Kakophonie drohen die Stimmen der Vernunft unterzugehen. Albrecht Müller, vormals Leiter des Planungsstabes in Willy Brandts Kanzleramt, prägte den Satz, (der auch in diesem Blog bereits thematisiert ist): „Sind wir denn alle verrückt geworden?!“

NDS-Titelbild zur Klinkhammer/Bräutigam Betrachtung des Krieges in der Ukraine.

Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam haben heute bei den NachDenkSeiten (NDS) die andere deutsch-westliche Geschichte zum Ukrainekrieg veröffentlicht. Eine Beschreibung der Verhältnisse, wie sie von der schweigenden Mehrheit in Deutschland gegen die aus allen Rohren schießenden Nachrichtenfluter verstanden wird. Es geht hierbei um den Journalismus, den die die Bundeszentrale für politische Bildung so beschreibt:

„In Verbindung mit dem Krieg machen Politiker, Militärs (und Massenmedien) von Propaganda Gebrauch, um zum Beispiel die eigene Bevölkerung von einem Krieg zu überzeugen. Sie betonen die Notwendigkeit des Krieges (vernichtenswerte Feinde, Sicherheit der eigenen Bevölkerung, Absetzung eines brutalen Regimes etc.) und blenden alle anderen Aspekte aus (eigene Macht- und Wirtschaftsinteressen, ausgelöstes Kriegsleid, Kriegsverbrechen der eigenen Soldaten etc).“

Hier die realistische Klinkhammer/Bräutigam Auslese zum Ukraine-Krieg für Tagesschau-Konsumenten


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2 Antworten zu „Die Ukraine braucht … schwere Waffen. Jetzt ist keine Zeit für Ausreden …“

  1. peter trauden sagt:

    Bernd Geippels Kommentar wurde kürzlich wegen „unsachlicher Polemik“ aus Ihrem Blog entfernt.
    Was bitte ist denn das, was die Herren Bräutigam und Klinkhammer da von sich geben? Wenn Sie wollen, dass dieser Blog als verschwörungstheoretisch eingestuft werden soll; chapeau! Sie geben sich alle Mühe.

    • Egon Sommer sagt:

      Von Verschwörungstheorie habe ich andere Vorstellungen als es die Faktenlagen im Ukrainekrieg hergeben. Dass Bundeskanzler Olaf Scholz entgegen den Absichten seiner regierungspolitischen „Mitstreiter“ nicht von verschwörungstheoretischen Zusammenhängen ausgeht, ist für den Moment eine bestimmende Erkenntnis, die eventuell weiterhilft.

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