Wenn ich was zu sagen hätte …

Sahra Wagenknecht stünde auf Platz eins für das Kanzleramt

„Von links gedacht“ ist mein progressiv politischer Blog. Wenn ich in diesem Zusammenhang an „links“ denke, fällt mir zuallererst der Name Sahra Wagenknecht ein. Ihr politisch linkssoziales Bewusstsein ist die Reinkultur sozialdemokratischer Weltanschauung.
Es ist nach meinem vorhergehenden kritischen Blogbeitrag zu der Grünenpolitikerin Annalena Baerbock eigentlich sehr naheliegend, zu einer Protagonistin überzuleiten, für die ich mich begeistern kann – Sahra Wagenknecht an der politischen Spitze Deutschlands, das wär was!

Dass es so geschieht, wie ich und mit Sicherheit sehr viele Menschen in unserem Land es erleben möchten, Sahra Wagenknecht als wohlgefällige Frau Bundeskanzlerin zu erleben, wird nach dem Gesetz des Nadelöhrs, durch das kein Kamel hindurch kommt (meine Definition von unmöglichen Erwartungen) in dieser Welt nur als Wunsch real bleiben.

So bleibe ich denn in meiner Denke gefangen und pflege weiter die Geschichten von und mit Sahra, von der in meinem Blog allein in 17 Beiträgen geschrieben und berichtet ist.

Keine Schmeichelschrift. Das neue Wagenknecht-Buch aus dem Campus-Verlag; ein kluges Buch von einer klugen Frau. Mit Mausklick zur Leseprobe

Aber nicht nur aus meiner Sicht findet Sahra das offensichtliche Wohlgefallen; kaum ein Verfasser medialer Zeilen und Bilder spricht nicht mit und in respektvoller Art und Weise über die Gattin des linken politischen Realos Oskar Lafontaine, den ich auch als den links progressiven Sozialdemokraten schlechthin einordne.

Eines ist gewiss, Sarah Wagenknecht bleibt uns als politischer Dauerblitz im Deutschen Bundestag erhalten. Am vergan­genen Wochenende wählte der nordrhein­westfälische Landesverband der Linkspartei sie für die Bundestagswahl auf Platz 1 des Wahlkreises Düsseldorf. Und dies, obwohl sie in ihrem neuesten Buch „Die Selbstgerechten“, auch ihre eigene Partei dessen bezichtigte.

Ich habe das Buch bestellt, leider noch nicht in meinem Schrank; die vom Campus-Verlag zur Verfügung gestellte Leseprobe spricht jedoch dafür, die Gedanken der begnadeten Politikerin vorab im Ansatz zu erfahren. Ein Mausklick auf den abgebildeten Buchtitel führt zur Inhaltsbeschreibung und Leseprobe.

Christian Baron, SPIEGEL-Bestsellerautor, in diesem Blog schon mehrfach vertreten, schreibt zu Wagenknechts Werk in der Wochenzeitung „derFreitag“ sehr prägnant, was sie zum Ausdruck bringt, u.a. so:
„Damit meint die Autorin die urbane, kosmopolitische, liberale, akademische Mittelklasse, die sie als „Lifestyle­Linke“ bezeichnet. Das Buch entfaltet Analysen und Forderungen, die Wagenknecht in ihrer politischen Arbeit jahrelang stückchenweise kundtat. Also im Grunde alles nichts Neues, sodass die Wucht des aktuellen Aufruhrs überrascht – oder? Nicht ganz. Ihr Buch, vom Campus­Verlag mit ei­ner Sperrfrist versehen, sollte eigentlich gleich danach ein erstes Ausrufezeichen im Wahlkampf setzen. Ihre Gegner streuten vorab Sätze aus dem Werk, um eine Wieder­wahl zu verhindern – letztlich erfolglos.“

Bei Interesse ist der komplette Artikel von Christian Baron in Jakob Augsteins „derFreitag„, Ausgabe 15/2021, hier kostenlos ohne Bezahlsperre zu lesen.

Mein Fazit: Laschet oder beinahe Söder, Baerbock, Scholz! Sahra Wagenkencht wäre das strahlende Kontrastprogramm für Deutschland. Die Wahl hab ich wohl, jedoch für eine Mehrheit wird es leider nicht reichen.


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2 Antworten zu Wenn ich was zu sagen hätte …

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