Veterinäramt Trier-Saarburg: Nichts vom illegalen Kälber-Transport gewusst

Was wussten die Aussitzer/Lobbyisten/Veterinäre denn überhaupt?

Ehe Sie den folgenden Beitrag lesen, sollten Sie das verlinkte Video des SWR-RP aufrufen und ansehen, falls sie es am 25.07.2020 verpasst haben. 

Von illegalen Tiertransporte ins Ausland wussten die Veterinäre im Landkreis Trier-Saarburg angeblich nichts. Deshalb ist zu hoffen, dass die weltweit größte Tierschutzorganisation PETA den Herrschaften Feuer unter den Hintern macht.
Eine Strafanzeige von People for the Ethical Treatment of Animals (PETA), englisch für „Menschen für die ethische Behandlung von Tieren“ sollte die Tierquäler ächten. PETA ist mit mehr als fünf Millionen Unterstützern weltweit die größte Tierrechtsorganisation. Sie könnte mit der Strafanzeige die beamteten Veterinäre ins Schwitzen bringen.

Die Angst der Tiere fährt mit bis in den Tod.

Mehr über PETA Deutschland hier!

Ein heutiger (29.07.2020) Hinweis auf der Titelseite des Trierischen Volksfreundes könnte hoffnungsvoll stimmen, wenn die Lobbyisten und Massentierindustriefunktionäre nicht wieder die Gnade der Oberlobbyistin und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner fänden. Was diese Kunstfigur von sich gegeben hat, ist in einem ARD-Spot vom 06.03.2019 zu sehen und zu lesen. Im Streit um Tiertransporte heißt es unter dem unpassensten Foto aller Fotos von der Ex-Weinkönigin:

Streit um Tiertransporte:
Klöckner lässt Länder abblitzen
Die kalte Wut steigt hoch, wenn man am Ende des verlinkten Berichtes das aufreizende Foto der Ministerin sieht, die mit eiskalt strahlendem Lachen eine Kunstkuh streichelt.
(Wegen der Bildrechte habe ich hier auf dieser Seite auf die Veröffentlichung des Fotos verzichtet)

Ein kleines Flämmchen der Hoffnung ist entfacht, wenn das Land Rheinland-Pfalz konkret wird. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Umweltministerin Ulrike Höfken haben jetzt die den unteren Behörden überlassenen Einzelfallprüfungen gestoppt und einen grundlegenden Erlass verfügt:

Land verbietet Tiertransporte über lange Strecken

MAINZ (lrs) Rheinland-Pfalz hat den Transport von Tieren über lange Strecken gestoppt. Mit einem am Dienstag unterzeichneten Erlass werde die bisherige Einzelfallprüfung der Kommunen beendet, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne). Weil die Transporteure von Rindern und Schweinen in Drittstaaten außerhalb der EU die strengen Vorgaben nicht hätten erfüllen können, sei abgesehen von Lieferungen in die Schweiz bereits seit September vergangenen Jahres kein Tiertransport mehr genehmigt worden.
Derweil hat die Tierschutzorganisation Peta eine Strafanzeige gegen die Amtsveterinäre des Landkreises Trier-Saarburg eingereicht. Wie der SWR am Dienstag berichtete, wirft Peta den Amtstierärzten vor, den Transport von Rindern auf Langstrecken genehmigt zu haben, obwohl auf diesen Strecken Tierschutzbestimmungen nicht eingehalten werden könnten. Zuvor hatten ARD-Recherchen illegale Tiertransporte an Drittstaaten aufgedeckt, die über das Veterinäramt Trier-Saarburg abgewickelt worden waren.

Mehr hierzu unter der dpa-Meldung des Trierischen Volksfreundes vom 28.07.2020:

In dem von seiner Größe her „schier unüberschauberen“ Kreis Trier-Saarburg kann schon mal die Übersicht verloren gehen, wenn, z.B. ein Viehhändler in Wincheringen (Kreis Trier-Saarburg) einen Tiertransport organisiert und die wohlbekannten Amtsveterinäre durch Nichtwissen glänzen können.

Die ARD-Tagesschau hat das Thema mehrfach aufgegriffen. Bisher ohne den durchschlagenden Erfolg, weil der vom Kompetenzgerangel zwischen Bund und Ländern immer noch ausgebremst wird.

Mehrere Länder stoppen Langzeittransporte

Tausende Kilometer in großer Enge und mit unzureichendem Wasser und Futter. Mehrere Bundesländer haben diese Art von Tiertransporten auf Eis gelegt. Eine Reaktion auf eine ARD-Recherche?

Stundenlanges Warten; ein Martyrium ohne Trinken und Fressen. Foto: ARD-Screenshot

Von Eric Beres und Edgar Verheyen, SWR

Nordrhein-Westfalen machte am Mittwoch den Anfang: Das zuständige Landwirtschaftsministerium beklagt, es fehlten bei Langzeittransporten von Tieren Informationen über Versorgungsstationen und es komme zur Überschreitung der maximalen Transportzeit. Und: keine Tränkmöglichkeiten für Kälber auf den Lkw. Die Abfertigung von langen Rindertransporten in Drittstaaten werde in dem Bundesland deshalb vorerst nicht mehr genehmigt. Man habe die Veterinärbehörden entsprechend instruiert.

Wiederholt sei belegt worden, dass „einige Transporte nicht bis zum Bestimmungsort in Drittstaaten tierschutzkonform durchgeführt werden,“ teilte das Ministerium mit. „Nach aktuellen Erkenntnissen“ reiche es nicht aus, Routen und Transportbedingungen nur innerhalb der EU auf Plausibilität zu überprüfen.

Weitere interessante und aktuelle Stellungnahmen und Kommentare zu Thema Tiertransporte bietet die ARD auf meta.tagesschau.de

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