Die (un-)friedensstiftende NATO

«Die NATO ist das gefährlichste Militärbündnis der Welt»

das behauptet und belegt Chris Hedges, US-amerikanischer Journalist, Bestseller-Autor und Pulitzer-Preisträger, in einem umfangreichen Essay bei INFOsperber. Dass es sich bei der Beschreibung seiner Person um einen linken Journalisten handelt, bringt ihn aus meiner Sicht näher an das Thema heran, als es die konservativ geprägten Mitglieder der schreibenden und berichtenden Zunft vermögen.

Der Bestsellerautor und Pulitzer-Preisträger Chris Hedges. Bild: Screenshot (scropped) youtube-Video.

Nach Chris Hedges‘ Analyse ist die NATO ein Machtgefüge, das die Interessen der Großmacht USA durchsetzt und nicht die als in der westlichen politisch-militärischen Hemisphäre geltende Verteidigerin von Demokratien. Die Großmachtinteressen der USA und die Auftragserhaltung der Rüstungskonzerne sind die verdeckten Ziele.

Chris Hedges‘ Gastbeitrag in der schweizerischen Online-Zeitung Infosperber, die sich durch unabhängigen Journalismus auszeichnet, eröffnet mit:

„Die North Atlantic Treaty Organization NATO und die mächtige Rüstungsindustrie, die an den völkerrechtswidrigen Angriffskriegen der NATO Milliarden verdient, sind zum aggressivsten und gefährlichsten Militärbündnis der Welt geworden. Gegründet 1949, um eine sowjetische Expansion in Ost-und Mitteleuropa zu verhindern, hat sich die NATO zu einer globalen Kriegsmaschine entwickelt, die in Europa, im Nahen und Mittleren Osten, in Lateinamerika, in Afrika und in Asien agiert. Unter Bruch ihrer nach dem Kalten Krieg gegenüber Moskau gemachten Zusagen, sich nicht nach Osten auszudehnen, hat die NATO ihre Präsenz ausgeweitet und 14 Staaten in Ost-und Mitteleuropa in das Bündnis aufgenommen. Jetzt wollen ihr auch noch Finnland und Schweden beitreten.“ (…).

Den Volltext von Chris Hedges hier bei INFOsperber:

«Die NATO ist das gefährlichste Militärbündnis der Welt»

Wer immer noch glaubt, wir, der Westen, seien die Guten, sollte sich weiter umsehen und eine weitere Chris Hedges-Abfolge über das West-Ost-Verhältnis im Sinne des westlichen Herrschaftsanspruches lesen. Zu finden ist dieser Artikel bei den NachDenkSeiten unter dem Titel: Der Walzer in den Abgrund (englisch: “Waltzing to Armageddon“).

Eine persönliche Anmerkung sei mir hier erlaubt:
Die überaus komplexen strategischen und politischen Zusammenhänge der Machtverhältnisse in dieser Welt, werden uns von den ausgerichteten Groß- und Massenmedien keineswegs wertneutral dargelegt, sondern zielgerecht (i.S.v. was wir glauben sollen) eingeflößt. Um der Wahrheit näher zu kommen, ziehe ich es vor, anerkannte Autoren, die mit wissenschaftlicher Gründlichkeit recherchieren, ins Vertrauen zu ziehen. Dazu muss man mit tiefem Interesse nach der Wahrheit suchen; zumindest es versuchen. Die besseren Erkenntnisse sind nicht in wenigen Worten anzutreffen; ebensowenig können persönliche Empfindungen klare Verhältnisse schaffen. Bei allen Sachverhalten stellt sich die Grundsatzfrage: Wem nützt es? (Cui bono?) Egon Sommer

Dieser Beitrag wurde unter China, Deutschland, Europa, Krieg und Frieden, Medien, NATO, Russland, Ukraine, USA veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu Die (un-)friedensstiftende NATO

  1. Kühn+Peter sagt:

    Ja natürlich, setzen die USA zunächst einmal ihre Interessen in den Vordergrund. Allerdings laufen die Restlichen Mitgliedstaaten der Nato ziemlich geschmiert im Fahrwasser des großen Beschützer. Ohne die USA würden heute noch viel mehr Nazis in Europa ihr Unwesen treiben als 1938. Natürlich haben die USA sowohl aus dem 1. Wie auch dem Nahtlos folgenden 2. Weltkrieg nur Vorteile gezogen. Großbritannien, Frankreich und Deutschland wurden auf die Plätze verwiesen. Vor allem Großbritannien wurde seit Beginn des 20.Jahrhunderts eher immer mehr zu Kleinbritannien. Und natürlich haben die USA in der Folge ziemlich viele blutige Nasen in allen möglichen und unnötigen Kriegen bekommen. Aber die USA sind neben Russland, das einzige Land mit exzessiven Kriegserklärung. Was das Bündnis Nato umso abschreckender für Gegner als auch für „Partner“ unter deren Flügeln zum Schutz suchen macht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.