Manuela Schwesig schaffte mit Links, was Andrea Ypsilati versagt blieb

Das rot-rote Regierungsbündnis in Mecklenburg-Vorpommern ist fast fertig

Die aktuelle Ausgabe des SPD-Organs „vorwärts“ 6/2021, Seite 12, war Anstoßgeber für diesen Blogartikel. Manuela Schwesigs rot-rote Koalitionsregierung soll am 15. November stehen.

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Andrea Ypsilanti war die Hoffnungsträgerin der Sozialdemokratie und bescherte Roland Koch und seiner Hessen-CDU 2008 mit ihrem progressiven Programm eine schwere Wahlniederlage. Doch die Regierungsübernahme in Hessen scheiterte.

Andrea Ypsilanti scheiterte an der eigenen Partei. Nicht so Manuela Schwesig in Mecklenburg-Vorpommern.

Schwesigs SPD triumphiert und gewinnt fast alle Wahlkreise. DIE WELT schrieb nach der Wahl: Das Bundesland, in dem die CDU fast alles verlor. CDU erlebt Debakel. Bild: Landeswahleiter MV

Das Ergebnis der LTW in Mecklenburg-Vorpommern (M-V) ist – Manuela Schwesig sei es gedankt – das absolute Verdienst einer standfesten und engagierten SPD-Frau, die der Leitline von Regine Hildebrandt folgte und der CDU als möglichen Koalitionspartner die kalte Schulter zeigte. Sowohl Andrea Ypsilati als auf Regine Hildebrandt bedürfen hier keiner weiteren Würdigung; sie haben Spuren gelegt, die zumindest bei echten Sozialdemokraten in bester Erinnerung sind. Für ausgeprägt politisch Interessierte dürften die Links zu den beiden SPD-Frauen von Bedeutung sein, auch wenn sie älteren Datums sind.

Zwei Frauen im Bilde. Manuela Schwesig, SPD, wiedergewählte Ministerpräsidentin und Simone Oldenburg, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE, sind Leuchtpunkte der politischen Landschaft in Deutschland. Bild: Screenshot aus youtube-Video(l) und Ausschnitt aus vorwärts 6/2021 (r).

Bereits 1998 bis 2006 gab es in Mecklenburg-Vorpommern eine rot-rote Landesregierung. Es war das erste Regierungsbündnis in dieser Konstellation bundesweit, das SPD und Linkspartei (damals noch als PDS) gemeinsam schmiedeten. Dass sich das nun wiederholt, ist wohl in erster Linie der taffen und souveränen SPD-Frau Manuele Schwesig zuzuordnen, die durch eindeutige und klare Positionierungen die Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern überzeugte.

Auch im umstrittenen Nord Stream 2 Hick-Hack der deutschen Parteienlandschaft entschied sie furchtlos für das Projekt und angstfrei gegen massive Einwände aus der oft irrationalen deutschen Parteienlandschaft und gegen die besonders agressiven Sanktionen der USA gegen das Projekt.

Das Schweriner Schloss ist ein Wahrzeichen Mecklenburg-Vorpommerns und Sitz des Landtags. Foto: Wikipedia

Wer mehr über Manuela Schwesig erfahren möchte, findet bei Wikipedia die mit Stand 1. November 2021 aktualisierte Fassung des Eintrags.

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