Peter Ford und Aaron Maté – Zwei, die zu Syrien mehr und es besser wissen

Britischer Ex-Botschafter in Syrien Peter Ford: Der Krieg gegen Syrien geht weiter – mit US-Besatzung, Sanktionen, Propaganda

Peter Ford, (l.) früherer britischer Botschafter in Syrien und Co-Vorsitzender der „British Syrian Society“, analysiert den Stellvertreterkrieg in Syrien und den Propaganda-Feldzug, mit dem man ihn reinwaschen will. Aaron Maté ist Journalist und Produzent. Er moderiert Pushback mit Aaron Maté auf The Grayzone. Er ist außerdem Mitarbeiter des Magazins The Nation und ehemaliger Moderator/Produzent für The Real News und Democracy Now! Aaron hat auch für Vice, AJ+ und Al Jazeera moderiert und produziert.

Die Corona Pandemie beherrscht heute die Menschheit weltweit. Der schlimme Bürgerkrieg in Syrien droht dabei in den Hintergrund und somit in Vergessenheit zu geraten. Dennoch sollten wir mehr über den mittlerweile zum Stellvertreterkrieg der Großmächte ausgearteten und das endlos scheinende Geschehen in Syrien wissen; auch deshalb, weil wir u.a. die direkten Folgen mittragen müssen. Bei alledem sollten wir uns nicht auf die Beliebigkeit der Nachrichten durch die Alltagsmedien verlassen. Die beiden oben abgebildeten Personen wissen mehr.

Seit 2014 stellen Syrer die größte Gruppe unter den Schutzsuchenden in Deutschland. Insgesamt sind rund 790.000 seit 2010 nach Deutschland geflohen (Stand: Dezember 2019) Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtling (BAMF)

Wenn Albrecht Müllers NachDenkSeiten-Redaktion Menschen vorstellt, die für Aufklärung zu den Katastrophen in dieser Welt etwas zu berichten haben, dann darf man davon ausgehen, dass sie das gemäß ihrer Leitlinie – „FÜR ALLE, DIE SICH NOCH EIGENE GEDANKEN MACHEN“ – tun und der Wahrheit am nächsten kommen.

In der früheren Ortszeitung der SPD Tawern „Tawerer Schänzjer“ Ausgabe 1/2003 hatte ich angesichts des von den USA angefachten Irak-Krieges die fünf Grundsätze aus Kurt Tucholskis Werk „Wenn sie wieder lügen“ zitiert. Dieser damals von den Amerikanern zusammen mit der Koalition der Willigen inszenierte Krieg, war unabweislich durch bittere Lügen entfacht worden.
Dass Deutschland sich unter dem damaligen SPD-Kanzler Schröder weitgehend nicht den „Willigen“ angeschlossen hat, ist heutzutage als einzige Großtat der damaligen rot-grünen Koalition in guter Erinnerung.

Tucholskis fünf Grundsätze:

  • Alle Kriegsherren haben einen gemeinsamen Feind: die Wahrheit
  • Kein Volk ist besser oder schlechter als dein eigenes
  • Jeder Krieg ist eine Niederlage. Denn Krieg vernichtet Leben
  • Wer Kriege im Namen Gottes führt, ist stets des Teufels
  • Es gibt weder gerechte noch heilige Kriege

Kurt Tucholskis (1890 – 1935) Thesen sind zeitlos gültig und uneingeschränkt auch auf den Bürgerkrieg in Syrien anwendbar. Wir kennen die Lügen der westlichen Medien um die angeblich von unzufriedenen Syrerinnen und Syrern entfesselte „Selbstvernichtung“.

Peter Ford und Aaron Maté sprechen aus vollkommen anderen Kenntnissen, Einsichten und Erfahrungen über den seit fast 10 Jahren schwelenden Kriegsherd. Hier der Link zum Interview bei den NachDenkSeiten.

Flagge und Wappen der Syrischen Arabischen Republik

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