Uns geht es nur gut, wenn es anderen gut geht

Tierliebe – Tierleid – kennt die Kanzlerin nur Tierliebe?

Und bei „wenn es anderen gut geht“ meine ich hier explizit die Tiere, die dem schlimmsten Wesen dieser Erde, dem Menschen, hilflos ausgeliefert sind. Wer hier hinterfragen muss, wovon die Rede ist, kann das in diesem Blog über die Zeile „Suche“ (Die Suchzeile befindet sich jeweils auf der ersten Seite eines Artikels) oder in der Kategorie „Tierschutz“ erfahren.

16 Fragen beantwortete die Kanzlerin anlässlich eines Leserforums der Ostseezeitung in Stralsund. Die schon einige Zeit zurückliegende Veranstaltung mit Fragen und Antworten ist auf www.bundeskanzlerin.de abrufbar und offenbart, wie weit die Richtlinienkompetenz sich nachvollziehbar als gute Politik erweist und bisher erwiesen hat. Neben einigen lapidaren und auch für mich mehr oder weniger unwichtigen Aussagen bleiben große Fragezeichen.
Eine von 16 Fragen war es mir wert, genauer hinzuschauen, weil ein Begriff so ganz nebenbei erklären sollte, wie sehr die Kanzlerin Tiere liebt. Mein besonderes Anliegen, den Tierschutz, hat sie in kindlich naiver Art und Weise artikuliert und ihn eventuell verinnerlicht der Tierliebe zugeordnet.

Kanzlerin Angela Merkel beim Leserforum der Ostseezeitung in Stralsund. Foto: Bundesregierung/Steins

Wer von und über Tierliebe spricht, kann und darf Tierleid nicht auslassen. Gerade ihre Richtlinienkompetenz hätte die Kanzlerin in den letzten 15/16 Jahren nutzen können, ihre Marionetten der Landwirtschaft Horst Seehofer, Ilse Aigner, Hans-Peter Friedrich, Christian Schmidt und zuletzt die Oberlobbyistin Julia Klöckner in die Zange nehmen und das Tierleid zur Chefsache erheben können. Die vergangenen 15 Jahre Kanzlerschaft wären ausreichend Zeit gewesen, den Lobbyismus einzudämmen und ihre Landwirtschaftsminister und Ministerinnen vor dem Lobbyismus der Massentierzüchter und der Fleischindustrie zu schützen. Aber wovon schwadroniere ich, sie selbst ist ja auch vollkommen dem Lobbyismus ausgeliefert.

Beim Fragethema „Ihre Zukunft, Tierliebe und der perfekte Tag“ habe ich die Nonsensteile weggelassen und mich auf die Aussage,
Merkel beobachtet gerne Tiere, vor allem in der Wildnis: Hasen, Rehe, Vögel – „ich finde Kraniche wunderschöne Vögel“. Aber sie finde auch Erdkröten und Fledermäuse interessant, weil sie Zeichen einer intakten Umwelt seien.
beschränkt.

Rehe, Fledermäuse, Kraniche, Hasen Kröten und Vögel (Spatz und Eisvogel) genießen die Liebe der Kanzlerin. Wo aber bleibt die Liebe und Sorge um die gequälten Mitgeschöpfe in den Qualzuchtanstalten und der Tiertötungsindustrie? Bilder: Alle von Pixafoto

Für das Thema „Tierleid in Deutschland“ wird es wohl kein Forum mit der Kanzlerin und einem designierten Nachfolger geben. Der Lobbyismus hält sie fest im Griff.

Ob es überhaupt Hoffnung geben kann? In meinem Blogartikel vom 20. Mai 2020 „Corona – Menschenleid – Tierleid“ habe ich den Versuch gewagt, die Weiche auf eine Hoffnungsschiene der SPD zu stellen. Die Überschrift dieses Artikels heißt: Eine Profilierungschance für die SPD – Gegen Tierfabriken – für eine solidarische Lebensweise

Für die Bundestagswahl am 26. September 2021 wünsche ich mir Parteiprogramme weg von Formulierungen „wir wollen“ hin zu „wir werden“ den Tierschutz und das Tierwohl zum verpflichteden Gemeinwohl erheben. Der Schutz aller hilflosen Geschöpfe muss des Menschen oberstes Ziel werden.

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