„Die Revolution ist fällig – Aber sie ist verboten“

Albrecht Müllers neuestes Buch hat beste Chancen die Spitze der Bestsellerlisten zu ersteigen

Dr. jur. Wolfgang Bittner – Schriftsteller und hier Rezensent des neuen Buches von Albrecht Müller, „Die Revolution ist fällig – Aber sie ist verboten“. Foto: Wolfgang Bittner, privat

Müllers letztes Werk vom Oktober 2019 „Glaube wenig – Hinterfrage alles – Denke selbst“ fand nach ganz kurzer Zeit die Spitzenposition als Spiegel-Bestseller. Das am 20. September 2020 erschienene neueste Buch, „Die Revolution ist fällig – Aber sie ist verboten“ ist mit Sicherheit Anwärter für den nächsten Spitzenplatz.

Allein die Buchbesprechung des Rezensenten Wolfgang Bittner ist bereits eine Offenbarung progressiver linksliberaler Deutung der gegenwärtigen politischen Lage in Deutschland, Europa und in der Welt.

Was die hieseigen Leitmedien aus Gründen der westlichen Beeinflussung wohlwissend nicht schreiben, ist bei Albrecht Müller „aus Erfahrung wertvoll“ nachzulesen. Anfänglich, gemeint sind die siebziger Jahre, ließ diese Zeit auf eine Wende zum Guten hoffen;  sie ist aber in der jüngsten Vergangenheit bis heute total entgleist. Wer sich auch nur im Geringsten mit dem Verlauf der letzten 20 Jahre auseinandersetzt, der merkt die Unruhen in der Welt und spürt die Gefahr der missbrauchten Macht einerseits und die Unterwürfigkeit der Staaten andererseits. Wir alle müssten es spüren, dass besonders in den vergangenen zwei Jahrzehnten von 2000 bis 2020 mehr als zuvor in der Welt schief gelaufen ist und unser Leben gefährdet; und hier meine ich ausdrücklich nicht die Corona-Pandemie.

Wolfgang Bittners Charakteristik zum Buch in einem Abschnitt
Dadurch, dass Albrecht Müller Namen von Verantwortlichen für politische Fehlentwicklungen nennt, bekommt seine Fundamentalkritik ein Gesicht. Das ist mutig und wird ihm die üblichen Diffamierungen einbringen, worauf er allerdings gefasst ist, wie er schreibt: Vermutlich die „Stigmatisierung mit dem Etikett Verschwörungstheorie“. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, rechnet ab. „Überall stinkt es. Wo man hinschaut“, schreibt er und fährt fort: „Und das Volk ist müde geworden. Das ist verständlich. Der Betrug an uns und unseren Erwartungen und Leistungen zur Beendigung der Konflikte in Europa hat ja wohl bei der Mehrheit der Menschen den Eindruck hinterlassen, dass man eh nichts machen kann (…)“

Exkanzler Gerhard Schröder schrieb 1993, also lange vor seiner Kanzlerschaft zu und über Bittners Ambitionen:
„Wolfgang Bittner schreibt… zu Recht, diese Gesellschaft braucht Menschen, die sich unabhängig halten und innovativ arbeiten, die unbeeinflusst von gesellschaftlichen Verpflichtungen, Moden und so genannten Sachzwängen ihre Meinung äußern, denn die Verhältnisse auf dieser Welt sind momentan derart irrsinnig und bedrohlich, dass es vieler Phantasie bedarf, um die Menschheit vor ihrem Untergang zu bewahren.

Was Schröder 1993 sagte, trifft heute, 2020, in exponential gesteigerter Form zu; und Schröder ist nicht ganz schuldlos daran.

Lesen Sie hier nachfolgend die Buchbesprechung. Der illustrierte Link befindet sich bei KenFM und ist auch über die NachDenkSeiten abrufbar.

Deutschland – neoliberaler Vasall der USA

Albrecht Müllers Revolutions-Buch, in dem er von der Revolution abrät
Eine Rezension von Wolfgang Bittner

Der rückseitige Klappentext des Müller-Buches umreißt den zeitlich überschaubaren Verlauf in der Form, wie es nur ein erfahrener und kluger Beobachter unserer jüngsten Geschichte vermag:

Eine Abrechnung mit dem Neoliberalismus
Vor 40 Jahren begann eine schleichende Veränderung unserer Wirtschaft, unserer Politik, unseres Lebens.
Die neoliberale Ideologie hat in dieser Zeit bleibende Schäden angerichtet, Strukturen verändert, Bewährtes zerstört. Wir leben heute in einer anderen Welt. Einer schlechteren! Was es braucht, sind radikale Veränderungen, nichts weniger als eine Revolution.
Sie wird nicht kommen, denn sie ist nicht vorgesehen, nicht erlaubt. Wichtig ist, die Zerstörung zu erkennen, die Lügen zu duchschauen. Vielleicht können wir das Schlimmste verhindern, wenn wir uns zusammentun.

Im 1. Kapitel „Einführung“ beschreibt der Autor gleich die Hauptlinie seiner sachlich-kritischen Auseinandersetzung mit unserer „Schönen Demokratie. Wörtlich:

„Von außen betrachtet haben wir eine schöne Demokratie. Formal gesehen gibt es die Chance zum politischen Wechsel. Es finden Wahlen statt. Von außen betrachtet werden wir gut regiert und es geht uns gut.
Tatsächlich stimmt der schöne Satz unseres Grundgesetzes, alle Gewalt gehe vom Volk aus, seit Langem nicht mehr. Tatsächlich gibt es hierzulande statt Fortschritt Rückschritt. Restauration! […].“

Die Buchempfehlung
Albrecht Müller, Die Revolution ist fällig – Aber sie ist verboten, Westend Verlag, Frankfurt am Main 2020, 192 Seiten, 16,– Euro

Gestern bestellt, heute gelesen:
Buchhandlung Kolibri in Konz: Wenn nicht vorrätig, heute bestellen, morgen abholen.

Aktuelle Meldung vor 1 Stunde:
Im Alter von 80 Jahren ist der ehemaliger Wirtschaftsminister Clement gestorben. Mehr

Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, Europa, Gesellschaftspolitik, Literatur, Welt veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu „Die Revolution ist fällig – Aber sie ist verboten“

  1. Pingback: Kevin Kühnert: Gerade erst strahlend am SPD-Himmel aufgetaucht und schon wieder erloschen??? | Von links gedacht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.