Wladimir Putin und das Prunkschloss am Schwarzen Meer

Der russische Staatspräsident erklärt sich zu dem Nawalny-Propagandavideo

Er erklärt sich, aber nicht gegen die Anfeindungen aus dem Westen. Er beantwortete die Fragen russischer Studenten bereits am 25. Januar 2021.
Wobei der Westen, und insbesondere Deutschland, an einer Angstphobie zu leiden scheinen. Die Phobie ist eine Angststörung. Eine Angsstörung ist ein Zustand, deren gemeinsames Merkmal exzessive, übertriebene Angstreaktionen beim Fehlen einer wirklichen äußeren Bedrohung sind. Die in Deutschlands politischen Kreisen vorherrschende Russlandphobie wird auf Grund amerikanischer Druck- und Drohkulisse bis zum Possenspiel gepflegt und kann von einem neutralen Beobachter als Angststörung erklärt werden. Ob Schwarz, Rot oder Grün, alle vereint die künstlich aufgebaute feindlich gesinnte Front gegen Russland und seinen Präsidenten Wladimir Putin. Für mich, als mehr oder weniger politisch aktivem Blogger, ist das erster und stärkster Grund für sogenanntes Fremdschämen.

Wladimir Putin bei einer Videokonferenz (der Link siehe unten) mit den Studierenden russischer Hochschulen anlässlich des russischen Studententages am 25. Januar 2021. Bild: Screnshot Video RT DE, Sputnik (C) Michail Klimentjew

Wer in den deutschen Leitmedien, ganz gleich ob Print oder Glotze, Aufklärung erwartet, muss sich damit abfinden, nicht wertneutral informiert zu werden, es sei denn, er versucht es in diesem Blog und den hier verlinkten Beiträgen. In meinem Blog Nawalny, Medien, Heuchelei vom 22.01.2021, habe ich die Sicht außerhalb der medialen Quellen beschrieben. Die andere Seite des Informationsflusses besorgen in täglicher Dauerschleife unsere Leitmedien.
Ich weiß, dass, auch in meinem engsten Umfeld, ausgeprägte Aversionen gegen den in Berlin ansässigen Nachrichtenkanal RT DE vorherrschen. Dennoch empfiehlt sich diese Informationsquelle für die andere Sicht des Weltgeschehens, auch wenn dieser Kanal von Russland mitfinaziert wird. Es muss hier die Frage erlaubt sein, wieviel amerikanischer (US-) Einfluss westliche Medien beherrscht bzw. beeinflussen; es sind fast alle.

Worauf vermutlich viele Interessierte warten, hat Wladimir Putin bei einer Videokonferenz mit Studierenden russischer Hochschulen anlässlich des russischen Studententages am 25. Januar 2021 Stellung genommen.

Gefundenes Fressen für sensationshungrige Nachrichtenmacher; auch die ARD berichtete darüber. Niemand zweifelt an der Existenz dieses Anwesens am Schwarzen Meer. Mittlerweile soll sich auch der Eigentümer gemeldet haben. Der Deutschlandfunk berichtete am 30.01.2021 dass es sich um den russischen Oligarchen Arkadi Rotenberg handelt, der auf Sanktionslisten des Westens steht. Bild: Screenshot ARD Weltspiegel

Zudem klärt RT DE über einen Vorgang zur deutschen Außenpolitikauf auf, der in den westlichen Tagesmedien bisher nicht vorgekommen ist. Hierzu wird in einem weiteren Blog berichtet.

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3 Antworten zu Wladimir Putin und das Prunkschloss am Schwarzen Meer

  1. Alfons Maximini sagt:

    Drei Jahre Arbeitshaft für Nawalny. GULAG lässt grüßen. Es ist nicht zu fassen. Die Staatsorgane oder Elemente davon verurteilen den Oppositionellen Nawalny, der von denselben Staatsorganen vergiftet worden ist und danach in der Charite´ gerettet worden ist, zu einer Bewährungshaft. Grund: Weil Nawalny auch in der Zeit des Aufenthalts in einer Deutschen Klinik nicht zu den Bewährungsgesprächen gekommen ist. Gehts noch! Es muss jedem freundlich gesinnten Russlandversteher doch einleuchten, welche Staatsmacht hinter Putin steht. Stattdessen werden täglich friedlich demonstrierende Bürger Russlands von den brachial vorgehenden Sicherheitskräften in Massen in den Gefängnisbussen abtransportiert wie Vieh. Verschleppt, geprügelt, geschlagen, entwürdigt, entrechtet, unterdrückt und entmenschlicht – Menschenrechte tabu! Warum soll ich nur einen Funken Sympathie für Putin und seine Staatsapparatschiks haben?
    Auch Putins Dementi zu dem veröffentlichen Video seiner Prachtvilla mit Eishockeybahn war nur eine rhetorische Rechtfertigung. Besitz, Inhaber, Besitzer, Pächter, Mieter oder nur Gast – nur eine dürftige Erklärung. Sein Volk wird erwachsen, es glaubt diesem „lupenreinen Demokraten“ nicht mehr. Gut so. Selbst wenn alles im Sinne des russischen Gesetzes abgehandelt wird – da muss sich doch jeder gesunde Menschenverstand fragen: „Ist das ein Staat in dem ich leben möchte“?

  2. Bernd Geippel sagt:

    Lieber Genosse Egon,

    Es gibt keine Überflutung deutscher Leitmedien durch die Vereinigten Staaten. Das ist ein Märchen und gehört ins Reich der Legende. Die Medien in der Bundesrepublik sind frei und unabhängig. RT ist ein finanziertes Propagandaorgan Russlands das Null Einfluss hat bei uns. Nun, was Putins Palast betrifft, er lügt wie immer mitsamt seiner korrupten Despotenbande. Dieser Mafiapate wird zunehmend nervös wenn man sich die jüngsten Demonstrationen betrachtet.

  3. Alfons Maximini sagt:

    Jedenfalls fühlt sich die Putin Diktatur von den meist friedlichen Demonstranten bedroht. Oder warum gehen die Ordnungskräfte in Russland unverhältnismäßig und mit brutaler, schlagender, tretender Gewalt gegen die Demonstranten vor? Genau wie in Belarus, wo ebenfalls ein schrecklicher Despot seit vierzig Jahren die Gesellschaft mit Gewalt unterdrückt, werden tausende Bürger inhaftiert oder verschleppt. Und der Westen schaut zu. Die Zeiten dieser Despoten ist abgelaufen und das spürt Putin und v.a. die Bürger, die die Nase voll haben von Unterdrückung, Gewalt, Korruption und undemokratischer Gesellschaftsordnung. Nawalny ist sicher wie jeder andere Russe ein Nationalist, dennoch hat er gezeigt, dass das bitter unterdrückte russische Volk sich wehren kann und muss. Die minimalen Menschenrechte werden von Putin und seinen Schergen im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten. Die Zeit des „lupenreinen Demokraten“ Putin ist abgelaufen.

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